Kein Pump Track für Ruppertshofen?

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Warum es noch keine Lösung für eine entsprechende Anlage gibt.

Ruppertshofen. Für die Jugendlichen in Ruppertshofen soll als Freizeitangebot ein Pump Track – eine Fahrradbahn mit Hindernissen - angelegt werden. Dafür fehle immer noch das passende Grundstück, informierte Bürgermeister Peter Kühnl den Gemeinderat in der Sitzung am Dienstag. Seitens der Verwaltung seien verschiedene Flächen geprüft worden, Zusagen von den Besitzern seien noch nicht erfolgt.

Als einzige Alternative sieht die Verwaltung ein 1500 Quadratmeter großes Landstück neben den Tennisplätzen, diese Lösung sei leider nur „der Spatz in der Hand“. Kühnl bot an, nochmals eine Ausschreibung im Amtsblatt zu machen, um entsprechende Flächen zu finden. Ein Pump Track sei, da ist sich Kühnl sicher, „eine gute Geschichte für die Entwicklung der Gemeinde“ und ein weiteres Angebot für ältere Jugendliche.

Gemeinderätin Susanne Grupp fand es „traurig“, bei einer Aktion für die Jugendlichen solche „Steine in den Weg gelegt zu bekommen“. Ruppertshofen verfüge über „Wahnsinnsflächen“, aber niemand wolle etwas abgeben. Die Jugendlichen lasse man so „im Regen stehen“. Für Grupp stellt sich die Frage „was uns die Jugend wert ist“, ihr Lob richtete sich an den Bürgermeister für sein Engagement.

Für Eleonore Mangold wäre der Pump Track beim Tennisplatz „lieber die kleine Lösung als keine Lösung“. Grupp informierte dazu, die Fläche eigne sich von der Größe her lediglich als „Fahrradbahn ohne Hindernisse“, regte aber an, mit den Jugendlichen gemeinsam zu erarbeiten, was auf der Fläche errichtet werden könnte, auch wenn dies nur ein „Alibi“ wäre, um zu demonstrieren, es werde etwas getan. Eine Radbahn auf der relativ kleinen Fläche wäre nur für kleinere Radfahrer, aber nichts für Ältere.

Generell war das Gremium bereit, die Fläche den jungen Menschen zur Verfügung zu stellen, vorher solle aber noch im Detail geprüft werden, was dort machbar ist.

Höhere Elternbeiträge abgelehnt

Über die Gründe für eine erforderliche Erhöhung der Kindergartengebühren informierte Kämmerer Andreas Steidle. Die Anpassung um 2,9 Prozent lehne sich an die Empfehlung der Kirchen und kommunalen Landesverbände an. Diese Steigerung bleibe erneut bewusst hinter der tatsächlichen Entwicklung der Kostensteigerung zurück, um den Auswirkungen der Pandemie auf die Einrichtungen und Elternhäuser gerecht zu werden. Der Gemeinderat stieß sich daran, dass der Elternbeirat nicht vor der Beschlussfassung durch den Gemeinderat gehört worden war. Dies sei nicht üblich, argumentierte der Bürgermeister. Der Elternbeirat werde über die Erhöhung informiert. Gisela Máté verwies auf den Absatz in der Tischvorlage, wonach der Elternbeirat vor der Beschlussfassung anzuhören sei. Die Entscheidung über eine Anhörung obliege dem Gemeinderat, stellte Kühnl klar. Dem wollte das Gremium nicht folgen und lehnte mit fünf Gegenstimmen den Erhöhungsbeschluss ab.

Die Zenneck-Grundschule wird seit dem Schuljahr 2017/2018 als Ganztagsschule geführt. Damit werden keine Zuschüsse für die Kernzeit- sowie die flexible Nachmittagsbetreuung bewilligt. Die Gemeinde verliert dadurch Zuschüsse in Höhe von 9850 Euro. Um eine Kostendeckung von 50 Prozent zu erzielen, stimmte das Gremium der Erhöhung der Elternbeiträge für die Kernzeit- und die Ganztagsbetreuung um ebenfalls 2,9 Prozent zu.

98 649 Euro nimmt die Gemeinde in die Hand, um die Kanäle in Hönig und Tonolzbronn zu sanieren. Für Tonolzbronn betrifft dies die Kanäle in drei Straßen, für Hönig ist die Inlinersanierung an vier Straßen erforderlich. Andrea Rohrbach

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