Schechingen macht Platz für unterschiedliche Wohnformen

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Schechingen macht Platz für unterschiedliche Wohnformen. Aus der Luft ist das Baugebiet Nördlicher Schlossgarten gut zu erkennen, ebenso die dritte Erweiterung des Gewerbegebiets Kappelfeld.

Gemeinderat Die Nachfrage nach Baugrundstücken ist groß. Das sagt Schechingens Bürgermeister Stefan Jenninger bei der Beratung über den Bebauungsplan „Nördlicher Schlossgarten“. Auf gut 2,7 Hektar, das sind 27 000 Quadratmeter, will die Gemeinde unterschiedliche Wohnformen ermöglichen. Die Gebäude auf dem Areal am Ortsrand Richtung Holzhausen sollen sich so gut wie möglich in die Landschaft einpassen, sagt Friedrich Hampel vom Planungsbüro LK&P.

Deshalb sind für die Gebäude am Planungsrand Satteldächer und Dachfarbe festgeschrieben. Im Inneren des Quartiers sind auch andere Dacharten möglich, bei flacher Neigung auch eine Dachbegrünung. Insgesamt ist eine Mischung aus Einzel-, Doppel- und Reihenhäusern sowie Geschosswohnen angesagt. Außerdem ist Platz für vier Tinyhäuser. Gemeinderat Wolfgang Sachsenmaier wünscht sich entlang der fünf Meter breiten Straßen zusätzliche Parkbuchten, damit es beim Schneeräumen keine Probleme gibt. Die Planer wollen das berücksichtigen. Gleiches gilt für eine Änderung der Zahl der Wohneinheiten in Doppelhäusern. Die soll auf Wunsch Sachsenmaiers nicht auf zwei beschränkt werden. Das widerspreche dem Ziel, verdichtet zu bauen. Laut Bürgermeister könnte das Gebiet im Sommer 2023 realisiert werden.

In der Gemeinde fehlen außerdem Flächen für weitere Gewerbeansiedlungen. „Damit könnten uns Chancen entgehen, wenn sich ein Unternehmen hier niederlassen möchte oder ein Betrieb aus dem Ort einen Bauplatz sucht“, warnte Bürgermeister Stefan Jenninger. Abhilfe schafft das künftige Gewerbegebiet „Kappelfeld, 3. Bauabschnitt“.
Matthias Mosses vom Planungsbüro LK&P stellte es im Gemeinderat vor. Auf 4,88 Hektar finden Interessierte unterschiedliche Grundstücksgrößen ab rund 2000 Quadratmetern. Die Gebäudehöhen werden auf rund 11 Meter begrenzt.
Ein Teil der für den Naturschutz notwendigen Ausgleichsmaßnahmen lassen sich auf dem Areal oder am Rand des Baufelds realisieren, machte Mosses deutlich.
Gemeinderat Wolfgang Sachsenmaier kritisierte, dass Einzelhandel im Gewerbegebiet ausgeschlossen wird. Das lässt sich nach Worten der Planer noch ändern. Kuno Staudenmaier kust /Foto: Anja Jantschik

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