Besondere Verleihung: Ehrennadel des Landes geht an Osterbrunnen-Macherinnen

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Gerlinde Kretschmann in Schechingen beim Osterbrunnen
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Wie nach zwei Jahren Corona-Zwangspause Schirmherrin Gerlinde Kretschmann doch noch „ihren“ Osterbrunnen in Schechingen besucht und dabei die Macherinnen auszeichnet.

Schechingen

Das ist eine „ganz, ganz seltene Ehrung. Die liegt nur eine Stufe unter dem Bundesverdienstkreuz“, sagt Bürgermeister Stefan Jenninger fast ehrfürchtig, als er die Urkunden vorliest und die Nadeln herumzeigt. Unter großem Beifall heftet er dann gemeinsam mit Landesmutter Gerlinde Kretschmann die „Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg“ den Frauen ans Revers, die seit 20 Jahren „der Kopf“ des gemeindeumfassenden Osterbrunnenteams sind: Iris Jekel und Marianne Kolb.

„Das haben sie echt verdient“, tönt es zustimmend aus dem Kreis der Applaudierenden. Sie bedanken für den im Grunde ganzjährigen Einsatz der beiden Geehrten für das große Schechinger Gemeinschaftswerk. Ebenso für den Treff ab 60, den Iris Jekel und Marianne Kolb vor 20 Jahren ins Leben gerufen haben und bis heute gestalten. „Und bei Marianne Kolb kommt auch noch der seit 40 Jahren verlässliche Einsatz als Übungsleiterin des FC Schechingen dazu“, gibt der Bürgermeister die Dankesworte des Vorsitzenden Michael Sachsenmaier weiter.

„Ohne Euch, ohne die Helfer im Hintergrund, die uns nie im Stich lassen, wären wir gar nichts“, versichern Iris Jekel und Marianne Kolb - gerührt von der überraschenden Auszeichnung. Und bekräftigen damit, was Landesmutter Gerlinde Kretschmann zuvor schon im sturmgebeutelten Zelt auf dem Marktplatz begeistert festgestellt hat: „So was Tolles wie hier in Schechingen, das kann nur in einem Dorf funktionieren. In großen Städten ist so etwas undenkbar. Danke an die Antreiberinnen. Danke all denen, die mitwirken. Und auch danke allen, die diesen einmaligen Brunnen besuchen und das Werk damit würdigen.“ Trotz widrigen Wetters hatte sich Gerlinde Kretschmann zuvor viel Zeit genommen, um den prachtvollen Brunnen mit nun fast 13 000 handbemalten Hühner-, Gänse-, Enten- oder Straußeneiern zu bewundern. Fachkundig hatte sie dabei etwa die gemalten Landeswappen in Augenschein genommen. Und sich von Iris Jekel und Marianne Kolb auch Tipps geholt, wie man so viele Eier ausbläst und wie der dabei gewonnene Inhalt verwertet werden kann.

Im Festzelt auf dem Marktplatz, das wegen des Sturms links am Bauhoffahrzeug und rechts am Feuerwehrauto angebunden war - aber trotzdem noch gewaltig bebte - sang der Chor der Cäcilia unter Leitung von Sybille Balle drei „wunderschöne Lieder“, wie Gerlinde Kretschmann lobte und gestand, dass sie neidisch sei, dass in Schechingen schon wieder gesungen werden darf. Großen Beifall gab es auch für das Osterbrunnenlied, das dessen Komponist Hansi Brenner selbst vortrug. Bürgermeister Stefan Jenninger erinnerte dabei auch an Hannelore Brenner, die als dritte im Leitungsteam leider viel zu früh verstorben ist. Riesig freute sich Gerlinde Kretschmann über das für sie gemalte Erinnerungsei.

Gerlinde Kretschmann in Schechingen beim Osterbrunnen
Gerlinde Kretschmann in Schechingen beim Osterbrunnen
Gerlinde Kretschmann in Schechingen beim Osterbrunnen
Gerlinde Kretschmann in Schechingen beim Osterbrunnen
Gerlinde Kretschmann in Schechingen beim Osterbrunnen
Gerlinde Kretschmann in Schechingen beim Osterbrunnen
Gerlinde Kretschmann in Schechingen beim Osterbrunnen
Gerlinde Kretschmann in Schechingen beim Osterbrunnen
Gerlinde Kretschmann in Schechingen beim Osterbrunnen
Gerlinde Kretschmann in Schechingen beim Osterbrunnen
Gerlinde Kretschmann in Schechingen beim Osterbrunnen
Gerlinde Kretschmann in Schechingen beim Osterbrunnen
Gerlinde Kretschmann in Schechingen beim Osterbrunnen

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