Das Freibad wird ein teurer Spaß für Schechingen

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Freibad Schechingen
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Gremium ließ sich über die umfangreiche Mängelliste und Sanierungsmöglichkeiten informieren.

Schechingen. Die Anlage des Schechinger Freibads aus den 60-iger Jahren und weist inzwischen deutliche Verschleißerscheinungen auf. Etliche sicherheitstechnische Mängel wurden festgestellt und auch der Wasserverlust erhöhte sich erheblich. Deshalb stellten Katrin Richter-Hönes und Jochen Rausenberger vom Gerlinger Büro Richter und Rausenberger dem Gemeinderat am Donnerstag ihre umfassende Bestandsaufnahme und etliche Sanierungsvorschläge vor.

Die umfangreiche Mängelliste umfasste zum Beispiel den Zustand der spröden Beckenfolie, eine heute unzulässige Leiter ins Becken, fehlenden Platz im Technikkeller, eine seit 1997 nicht mehr zulässige Unterbringung von Chlorgasflaschen, eine veraltete und in lauter kleinen Schaltkästen untergebrachte Elektrotechnik und ein veraltetes Filtersystem. Es wurde deshalb unter anderem vorgeschlagen, den Beckenkopf und die Beckenauskleidung zu erneuern und eine Rohrleitung rings um das Kombibecken vorzunehmen und diese an die Technik anzuschließen. Jochen Rausenberger betonte dabei ausdrücklich, die gesamte Technik sei grundlegend zu erneuern.

Die Sanierungskosten des Beckens mit dem Umbau der Technik wurden je nach Ausführung mit Kosten zwischen 2,1 Millionen und 3,2 Millionen Euro beziffert - je nach Ausführung.

Auch für die technische Ausstattung wurden mehrere Varianten vorgestellt. Dabei wurde vorgeschlagen, das bestehende Gebäude mit diversen Anbauten zu versehen und eine automatische Programmsteuerung einzubauen. Gegenwärtig müssten noch alle Armaturen von Hand gesteuert werden. Auch das Sani-Gebäude müsse modernisiert werden, weil zu wenige Duschen installiert seien. Zudem sei der Erste-Hilfe-Raum zu klein.

Um die Attraktivität des Bades zu erhöhen, wurde der Einbau eines Komforteinstiegs für 30 000 Euro und eine neue Sprunganlage für 15 000 Euro vorgeschlagen. Außerdem könnte mit einer Absorber-Solaranlage das Wasser kostengünstig beheizt werden. Für das Planschbecken wäre eine Spiellandschaft denkbar, die mit Kosten von rund 900 000 Euro beziffert wurde.

Die möglichen Maßnahmenpakete wurden vom Gemeinderat bezüglich der Kosten, aber auch wegen der gegenwärtigen Sicherheitslage für die Badegäste diskutiert. Bürgermeister Stefan Jenninger bezeichnete die Sanierung als Mammutaufgabe, an der jedoch kein Weg vorbeiführe.

Stefan Jenninger gab im Rahmen der Sitzung bekannt, dass die Einwohnerzahl von Schechingen vom Statistischen Landesamt zum 30. Juni 2021 nun mit 2214 Personen angegeben wird. Im Gewann „Sulzbach“ wurde von der Gemeinde eine Waldfläche von 0,8 Hektar erworben. Für den Breitbandausbau in den „Weißen Flecken“ sei nun der Förderbescheid des Landes Baden-Württemberg eingegangen: Der Zuschuss beträgt 1 145 562 Euro. Rainer Kollmer

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