Ein Projekt wie von Zauberhand

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Das Freibad im Ort ist ein Magnet - nicht nur bei der Beachparty. Noch viel größer ist aber die Anziehungskraft des Osterbrunnens, an dem viele nachhaltig mitarbeiten.
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Was Schechingen weithin in der Region bekannt und beliebt macht - und wie sich die Vereine und Gruppen in der Gemeinde aufeinander verlassen können.

Schechingen

So bringt es ein Bürger selbst auf den Punkt: „Durch Freibad und Osterbrunnen ist Schechingen bekannt und beliebt. Es gibt ein großes ehrenamtliches Engagement im Ort, das hoffentlich auch nach Corona wieder auflebt“, schreibt er oder sie in seinem Kommentar zur Ostalb-Check-Umfrage. Und tatsächlich, was hier im Ort an Ehrenamt - verlässlich, nachhaltig, über viele Jahrzehnte - geleistet wird, ist außergewöhnlich.

Klar gibt es hier das „normale“ Vereinsleben. Aller Bewunderung wert. Und dann gibt es, darüber hinaus den Osterbrunnen. Ein Projekt, das an Größe und Aufwand kaum vorstellbar ist: Jahr für Jahr werden dafür neue kreative Pläne geschmiedet und mindestens ein besonderes Motto ausgegeben. Dann wird spätestens ab Oktober geduldig, geschickt und fleißig gemalt. Inzwischen sind es fast 14 000 Hühner-, Enten-, Gänse und Straußeneier, die - jedes für sich ein Kunstwerk - das große Ganze zieren. Da läuft das wochenlange Teamwork bei den Malerinnen bis hin zum Kaffeekochen wie geschmiert und, wer neu dazu kommt, wird herzlich aufgenommen. Dann sammelt sich im Frühjahr fast wie von Zauberhand - wobei nun auch die Männer mitmischen - zum richtigen Zeitpunkt bergeweise Grünschnitt, der egal wie kühl es am „Arbeitsplatz“ im Bauhof ist, gewissenhaft sortiert und gekonnt gebunden wird. Nach einer eingespielten Choreographie wächst schließlich Jahr für Jahr der Osterbrunnen, der drei Wochen lang ein riesiges Event auf dem Marktplatz ist.

Ehrensache, dass dann alle Schechinger Vereine und Gruppen verlässlich mit anpacken - und das, obwohl sie auch selbst große Vorhaben stemmen. In allerjüngster Zeit der FC zum Beispiel sein Vereinsheim selbst umgebaut hat oder der Tennisverein mit dem Café Nathalie einem jungen Mädchen einen Lebenstraum erfüllen konnte oder der Freibadförderverein im einen Jahr nach Hagel und Starkregen beträchtliche Aufräumarbeiten stemmen muss und im nächsten wieder seine Beachparty mit tausenden Besuchern auf die Beine stellt. Sie wissen, dass sie sich aufeinander verlassen können, die Schechinger, Respekt.

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