„Eine öffentliche Entschuldigung ist angemessen“

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Sitzung in Schechingen beginnt mit einer doppelten Erklärung zum Kiosk und zum Kulturforum.

Schechingen. Mit einer doppelten Erklärung von Verwaltung und Gemeinderat startet Bürgermeister Stefan Jenninger die Sitzung des Gemeinderats am Donnerstag. Man nehme damit Stellung zu zwei Unterschriftensammlungen, die in Form von offenen Briefen überreicht worden seien. Im Zusammenhang mit dem Freibadkiosk werde der darin geäußerte Vorwurf der „Verschwendung“ von Haushalts- und Steuermitteln nachdrücklich zurückgewiesen, betont Jenninger. Beim Großteil des Abmangels handele es sich um Fixkosten, die auch anfielen, wenn der Kiosk geschlossen ist, die allerdings in der Folge des neuen Haushaltsrechts nun deutlicher sichtbar ausgewiesen seien. Vorschläge für mehr Wirtschaftlichkeit werden derzeit geprüft - das bedeute entweder höhere Preise oder kürzere Öffnungszeiten, konkretisiert der Bürgermeister später diesen Punkt. Von den im offenen Brief geäußerten oder angedeuteten persönlichen Vorwürfen distanzierten sich Verwaltung und Gemeinderat ganz entschieden. „In diesem Punkt ist eine öffentliche Entschuldigung angemessen“, stellt Stefan Jenninger klar.

Auch die Mehrkosten beim Kulturforum - Thema eines zweiten öffentlichen Schreibens - ließen sich konkret darstellen, betont der Bürgermeister. Zum einen gehe es da um die Fotovoltaikanlage, die in der zugrunde liegenden Kostenschätzung nicht berücksichtigt war. Diese sei aber vernünftig und werfe Profit ab. Zum anderen gehe es um Planungsfehler - vom fehlenden Sonnenschutz an der Südfensterfront über die Akkustikverkleidung bis zum Mobiliar und den Außenanlagen.

Hier habe, bestätigen Wolfgang Sachsenmaier und Dr. Thomas Maier, die zu diesem Punkt alle Protokolle überprüft hatten, der Gemeinderat regelmäßig eine Schlussrechnung und deren Erläuterung durch die Architekten gefordert. Und lange nicht erhalten, obwohl der Betrag von rund 80 000 Euro im Juni 2020 überwiesen worden ist. „Ist das rechtlich möglich?“, will Ex-Gemeinderat Michael Sachs-Krieger wissen und erkundigt sich, wo die Rechtmäßigkeit dieser Zahlung geprüft werden könne. Beim Kommunalamt lautet die Auskunft. Vehement fordert Sachs-Krieger auch, dass die nach seiner Erinnerung ursprünglich geplante Nutzung des Kulturforums auch für private Feiern in eine Satzung eingearbeitet werden müsse. Man arbeite an einer Satzung, erklärt der Bürgermeister. Private Feiern im Forum halte er aber für keine glückliche Idee. Anke Schwörer-Haag

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