Für einen Laden in Schechingen: Fläche ganz dringend gesucht

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Der ehemalige Nah und Gut, die Räume der Kreissparkasse- und der Volksbankfiliale sind drei Örtlichkeiten, die Verwaltung und Gemeinderat schon im Visier hatte. Hier gibt es aber Hinderungsgründe. ⋌Fotos: aks
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Rund-um-die-Uhr-Lebensmittelversorger hat großes Interesse am Standort Schechingen. Wie das Angebot aussehen wird und welche Anforderungen an die Räume bestehen.

Schechingen

Man könnte meinen, das Thema ist verhext. Erst hat Schechingen als Nachfolger für den Lebensmittelladen in der Ortsmitte noch eine Fläche, aber keinen Betreiber. Und jetzt, da sich eigentlich alle verzweifelt eine Lösung wünschen, ist es genau umgekehrt. „Wir haben einen Betreiber, aber wir finden keine Fläche“, sagt Bürgermeister Stefan Jenninger.

Und dann erzählt der Schultes von einem Interessenten, der einen kleinen „Rund-um-die-Uhr-Nahversorger“ in Schechingen einrichten möchte. „Das Prinzip ist das gleiche, wie bei den Tegut-Teo-Läden“, beschreibt Jenninger. Also kein Automatenshop, sondern alle wichtigen Produkte für den täglichen Bedarf - im Schechinger Fall außer Obst und Gemüse. „Aber das Sortiment ist durchaus umfangreich“, versichert Stefan Jenninger.

Und das Konzept braucht eine geeignete Fläche: mindestens 50 bis 70 Quadratmeter Verkaufsfläche und zehn Quadratmeter Nebenfläche. „Ein Personal-WC ist Vorschrift, obwohl jeden Tag nur eine Person zum Einräumen der Regale vorbeikommt“, zitiert der Bürgermeister den Gesetzgeber. Notwendig sind auch ein barrierefreier Zugang und Parkplätze in unmittelbarer Nähe.

Der Kunde betritt den Laden durch eine automatische Tür, die er mithilfe einer App öffnet. Er könne einen Einkaufskorb benutzen und sich aus den Regalen entsprechend bedienen, erklärt der Bürgermeister. Am Ende des Einkaufs zieht er die Ware selbst über einen Scanner und bezahlt an einem Automaten. Karte oder Bargeld, beides sei möglich, versichert der Bürgermeister. Mit der Ehrlichkeit der Kunden habe der Betreiber gute Erfahrungen, wert lege er allerdings darauf, dass der Laden im Ortskern angesiedelt ist - auch, weil hier die soziale Kontrolle am größten ist.

Im Gemeinderat habe man sich die Köpfe zerbrochen auf der Suche nach einer geeigneten Örtlichkeit. Die ehemalige Fläche des Nah und Gut ist schon anderweitig vergeben. Der frei werdende Blumenladen sei zu niedrig für die Regale und der Zugang nicht barrierefrei. Auch im Bereich der ehemaligen Bankfilialen habe sich kein wirklich geeigneter Raum finden lassen.

Deshalb wende man sich jetzt an die Bürgerinnen und Bürger in der Hoffnung, von dort womöglich einen Denkanstoß zu erhalten, sagt Stefan Jenninger. Denn dass eine Einkaufsmöglichkeit in Schechingen schmerzlich vermisst wird, ist offenkundig. Und ein Laden, der rund um die Uhr diese Gelegenheit biete, sei durchaus eine Chance, die Versorgung im Ort zu verbessern.

Der ehemalige Nah und Gut, die Räume der Kreissparkasse- und der Volksbankfiliale sind drei Örtlichkeiten, die Verwaltung und Gemeinderat schon im Visier hatte. Hier gibt es aber Hinderungsgründe. ⋌Fotos: aks
Der ehemalige Nah und Gut, die Räume der Kreissparkasse- und der Volksbankfiliale sind drei Örtlichkeiten, die Verwaltung und Gemeinderat schon im Visier hatte. Hier gibt es aber Hinderungsgründe. ⋌Fotos: aks

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