Geprobt wird nach Möglichkeit im Freien

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Der Musikverein Schechingen verleiht zahlreiche Ehrungen.

Musikverein Schechingen bilanziert die Coronazeit - zahlreiche Ehrungen.

Schechingen. Viel versprochen, aber zwangsweise wenig gehalten - so brachte Vorsitzender Christoph Heinrich bei der Hauptversammlung des Musikvereins Schechingen 1857 das vergangene Jahr auf den Punkt. Nach der Begrüßung der Gäste und Ehrengäste sowie der Totenehrung mit dem Musikstück „Ich hatt' einen Kameraden“ erinnerte er an die Termine, die leider abgesagt werden mussten - zum Beispiel das Frühjahrskonzert mit dem Jugendblasorchester H#-MoL und der Brassband B10, das Frühlingsfest, einige Festumzüge, das Schechinger Scheunenfest und die Blasmusikparade beim Musikverein Unterkochen. Nur die Kulturveranstaltung mit Comedia Vocale im Januar in der Gemeindehalle und die Schrottsammlung im Oktober hatte man durchziehen können.

Doppelter Lockdown im März und Oktober, dazwischen, ab Juli Corona-Proben in zwei Kleingruppen - so sei es dann dazu gekommen, dass der Musikverein sich Ende Dezember zu einem digitalen Jahresabschluss verabredet hat. Aber auch das traditionelle Heiligabendspielen gab es nur auf YouTube, bedauerte Christoph Heinrich und dankte allen, die den Verein unterstützten - besonders namentlich dem Traktorteam der Schrottsammlung und dem Besuchsteam Alfons Wiedmann und Robert Lackner, die bei runden Geburtstagen den Mitgliedern die Grüße überbringen.

Der Finanzbericht offenbarte, dass Corona Spuren hinterlassen hat. Die Kassenprüfer Rainer Antoni und Monika Fischer bescheinigten der Kassiererin eine einwandfreie Buch- und Kassenführung.

Für das Jugendleiter-Team berichtete Alexander Schenk. Insgesamt 29 Jungmusiker unter 21 Jahren sind im Musikverein Schechingen. Davon haben 14 Kinder Blockflötenunterricht bei Franziska Zimmermann. Ausschließlich im Einzelunterricht erhalten aktuell zwei Schüler, ergänzt durch weitere drei Schüler, die neben dem Einzelunterricht auch noch im neuen Jugendorchester „H#-MoL“ spielen. In der Stammkapelle spielen weitere Jugendliche unter 21 Jahren, wobei fünf von ihnen zusätzlich noch im „H#-MoL“ spielen. Hier betonte Alexander Schenk, dass dieses neugegründete Jugendorchester der Musikvereine Horn, Iggingen und Schechingen sehr wichtig für die Jugendlichen sei, damit diese auch die Möglichkeit haben in einer größeren Gruppe das Spielen zu lernen.

Die musikalische Früherziehung - sonst ein Magnet in der Gemeinde - musste den Lockdowns geopfert werden. Der Blockflötenunterricht war als Online-Angebot durchgängig möglich. Auch 2020 haben zwei Jugendliche die D-Lehrgänge des Blasmusikverbandes besucht. Im Herbst hat Julian Eßwein den D3-Lehrgang und Zoe-Emma Bucher den D2-Lehrgang erfolgreich absolviert.

Bürgermeister Stefan Jenninger würdigte beim Antrag auf Entlastung die Vereinsarbeit. Die Wahlen leitete Ehrenmitglied Alfons Wiedmann. Gewählt wurden 1. Vorsitzender Christoph Heinrich, Kassiererin Barbara Geiger, als Beisitzer Denise Maier, Clemens Abele und Laura Eßwein sowie als Musikervorstand Elke Balle. Die Beisitzer Thomas Brenner und Kathrin Maile wurden mit Dank aus dem Amt verabschiedet, ebenso Musikervorstand Sebastian Geiger.

Hubert Rettenmaier vom Blasmusikverband Ostalb ehrte dann für 10 Jahre aktive Mitgliedschaft Janina Ziegler, Leonie Krieger, Sebastian Funk und Julian Eßwein.

Eine besondere Ehrung ging an den Dirigenten Alfred Sutter, er erhielt die 25 Jahre BVBW Dirigentennadel.

Weiterhin wurde für 40 Jahre aktive Tätigkeit Thomas Brenner geehrt. Hartwig Schwind und Josef Holl sind seit 20 Jahren als Fahnenbegleitung tätig. Die Fördernadel in Silber, für 15 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit, erhielten Sebastian Geiger und Christoph Heinrich.

Appell des Vorsitzenden

Abschließen appellierte Christoph Heinrich in der für Veranstalter nach wie vor unsicheren Lage an alle Musikerinnen und Musiker: „Bringt Euch ein und seid auch bereit Verantwortung zu übernehmen. Es tut nicht weh.“ Im Jahr 2021 werde der Musikverein Schechingen die Probenarbeit so fortsetzen wie in den letzten Wochen. Bei guter Witterung wird im Außenbereich des Kulturforums geprobt. Lässt die Witterung keine Probe im Freien zu, wird im Kulturforum mit der entsprechend begrenzter Personenzahl geprobt. Was im Herbst oder Winter 2021 für Aktivitäten machbar sind, müsse man spontan entscheiden.

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