Großes Richtfest im Schulbauernhof - zur Feier gab's den Blockhaus-Rap

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Richtfest Schulbauernhof Schechingen
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Mehr als vier Jahre nach der ersten Idee steht im werdenden Erlebnisgarten der Schechinger Grundschule nun endlich das ersehnte Gebäude. Viele Gäste kamen zum Feiern.

Schechingen

Den „felsigen Stein“ hat Zimmermann Michael Hieber zwar ein bisschen suchen müssen, zerschellt ist das Glas nach dem Richtspruch aber wunschgemäß in viele Scherben. Das Glück ist also fest gebucht für die prächtige Blockhütte im Schechinger Schulgarten. Vor tatsächlich großem Publikum wurde dort am Freitag Richtfest gefeiert.

„Jetzt können die Spatzen es endlich von den Dächern pfeifen“, freut sich Schulleiterin Sylvia Zehender, dass es nach so langer Zeit mit so vielen Aufs und Abs gelungen ist, für die Schule einen besonderen Ort zum Lernen zu schaffen. Sonderapplaus gibt es für die Mögglinger Firma Hieber, die trotz vieler Umplanungen niemals abgesprungen ist; für den Schulförderverein mit Christine Berreth an der Spitze - aber auch die vielen Eltern, die - obwohl ihre Kinder längst nicht mehr an der Schule sind - das Projekt weiter unterstützt und vorangetrieben haben. Kollegium, Kinder, Bürgermeister, Gemeinderat, Handwerker, Bauhof: in ihren Dank schließt die Rektorin alle ein und ist überzeugt: „Wir haben es bewiesen, wir leben Gemeinschaft. Wer so ein Projekt über so viele Jahre bearbeitet hat, der meistert jede Herausforderung.“

Bürgermeister Stefan Jenninger hat weit zurückblättern müssen in den Akten: Im September 2017 sei der Schul- und Erlebnisgarten mit Hütte erstmals Thema im Gemeinderat gewesen, erinnert er. Im Oktober 2017 habe es dazu den ersten Elternabend gegeben. Es folgten Planungen und Umplanungen, Konzepte und deren Überarbeitung. Ein erster Durchbruch wurde erreicht, als Gemeinderat Wolfgang Sachsenmaier und der Förderverein die Firma Holzbau Hieber mit ins Boot holten. Im Juli 2019 erreichte man eine Baugenehmigung. Trotzdem sollte es noch zwei Jahre dauern, bis im Juli 2021 endlich der Auftrag für die Bodenplatte vergeben wurde. Franz Schürle und der Bauhof konnten zur Tat schreiten. Erdmassen wurden bewegt, Strom-, Wasser- und Abwasserleitungen gelegt, die Bodenplatte gemauert und jetzt steht die Hütte. Alles in allem dürfte das Projekt 50 000 Euro kosten, schätzt Jenninger. „Der Förderverein hat das Dach gedeckt und kann auch in der nächsten Zeit jede helfende Hand brauchen“, wirbt der Bürgermeister für weitere Mitstreiter und dankt für den großen Beitrag zur Attraktivität der Schule. Die 70 Mädchen und Jungs, die das Richtfest mit zwei fetzigen Rapsongs bereicherten, könnten das Blockhaus und den Garten nun mit Leben füllen und so mit ihren Lehrern etwas Großes daraus machen, wünschte sich der Bürgermeister.

„Tausend Dank an alle“, ergänzte Fördervereinsvorsitzende Christine Berreth die Lobreden und würdigte ganz besonders die tatkräftigen Macher der letzten Tage: Franz Schürle, Daniel Schürle, Peter Serjogin und Michael Hieber.

„Es hat sich gezogen wie Kaugummi“, zog Daniel Schürle in Reimform eine humorvolle Bilanz - Assoziationen mit Stuttgart 21 oder den Berliner Flughafen seien in diesem Fall durchaus erlaubt, meinte er.

Dann erklomm Schürle gemeinsam mit Zimmermann Michael Hieber die stattliche Blockhütte. Letzterer formulierte stilecht den Richtspruch, dem die 70 Schulkinder sicherheitshalber unter dem schützenden Vordach lauschten - auf dass sie nicht vom glückbringenden Glas getroffen würden.

Wir haben es bewiesen. Wir leben Gemeinschaft.“

Sylvia Zehender,, Schulleiterin
Richtfest Schulbauernhof Schechingen
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