Ja zu Haldenbachsanierung - Folie fürs Freibadbecken

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Schechinger Gremium diskutiert die Möglichkeiten der Sanierung und hört die Osterbrunnenbilanz.

Schechingen. Im Juni 2021 hat ein verheerendes Starkregenereignis zu schweren Schäden am Schechinger Freibad geführt. Die Überschwemmung des Bades sei hauptsächlich durch die Überlastung des Einlaufs der Dohlen am Haldenbach entstanden, erinnerte Bürgermeister Stefan Jenninger in der Sitzung des Gemeinderats am Donnerstagabend. Das Hochwasser habe nicht nur das Freibad, sondern auch die dahinter liegenden Gebäude in Mitleidenschaft gezogen.

Die Verwaltung sei sich bewusst, der Hochwasserschutz in Schechingen wichtig ist, um weitere Großereignisse in dieser Form abzuwehren und die Infrastruktur mit Freibad und Wohngebäuden „im Millionenwert“ zu schützen. Durch den damaligen Starkregen mit Hagelschauern sei der Einlauf in den Bach durch angeschwemmtes Material blockiert worden. Dies könne durch ein großzügiges Einlaufbauwerk mit vergrößerter Rechenfläche in Zukunft verhindert werden, meinte Ingenieur Frank Biekert vom Planungsbüro LK&P. Die Baukosten beziffert der Planer auf 181 000 Euro, wobei eine 80-prozentige Förderung durch die Förderrichtlinie Wasserwirtschaft zu erwarten ist. Der Bau wurde einstimmig beschlossen.

Weniger Einstimmigkeit gab es beim Thema Freibadsanierung. Dass das Becken und die Technik in marodem Zustand sind, habe sich erst in dieser Woche wieder bestätigt, führte Jenninger ein. So sei ein Wasserfilter gebrochen und spüle jetzt Sand in das Becken. Dies sei zwar gesundheitlich unbedenklich, zeige aber die schlechte Substanz des Bades auf. „Wir müssen in den nächsten Jahren reagieren“, sagte der Bürgermeister, obwohl zugeben müsse, dass er ohne Fördergelder keine großartige Sanierungsmöglichkeit sieht. In der Sitzung vom September 2021 hatte das Büro Richter+Rausenberger Bäderbau drei mögliche Sanierungsvarianten inklusive Kostenschätzung vorgestellt, damals habe der Gemeinderat einstimmig beschlossen die Planungen für die Sanierung voranzutreiben. Bei einer Bäderbesichtigungsfahrt konnte sich das Gremium in drei Freibädern mit unterschiedlichen Schwimmbecken über die Vor- und Nachteile der einzelnen Varianten informieren. Diese reichten von Beckenkopffertigteilen mit Folienauskleidung für 2,1 Millionen Euro, über einen Edelstahlbeckenkopf mit Folienauskleidung für rund 2.4 Millionen Euro bis zu einer Edelstahlkomplettauskleidung. Hier liege die Investition bei 3.2 Millionen Euro. Das Gremium tat sich schwer bei der Entscheidung über das weitere Verfahren. Eine komplette Sanierung könne die Gemeinde auf einen Schlag nicht stemmen. Mehrfach wurde der Wunsch nach einem „Stufenplan“ laut.

Der Wunsch der Verwaltung für einen Edelstahlbeckenkopf mit Folienauskleidung wurde nicht entsprochen. Mit sechs zu fünf Stimmen einigte sich das Gremium auf die Variante mit der reinen Folienauskleidung, für die nun eine Entwurfsplanung und die Kostenrechnung ausgearbeitet werden sollen. In die Planung soll die stufenweise Sanierung mit einfließen.

Iris Jekel und Marianne Kolb gaben einen Rückblick auf den Osterbrunnen 2022, der durch die Mithilfe von rund 300 Schechinger gestemmt werden konnte. Das Orga-Team sei schon jetzt wieder mit der Form-, Farb- und Motivsuche für den nächsten Osterbrunnen beschäftigt. Die Organisatorinnen lobten das „tolle Team“, das Unglaubliches geleistet habe. Andrea Rohrbach

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