Schechingen kommt Familien entgegen

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Im icotek-Freibad ist mittlerweile alles parat. Mitte Mai soll der Betrieb wieder starten.
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Neue Preise, neue Öffnungszeiten und ein attraktiveres Kioskangebot. Bei den Dauerkarten ändert der Gemeinderat die Preisgestaltung. Pläne für Sanierung im Blick.

Schechingen

Kann sich eine Familie noch die Freibad-Dauerkarte leisten? Der Gemeinderat Schechingen kommt mit seinem Beschluss über die Eintrittspreise fürs dortige Freibad nun Familien entgegen. Bei den vom Freibadausschuss vorgeschlagenen Preisanpassungen war zunächst von Familie nicht mehr die Rede. Mehrheitlich wurde nun beschlossen, dass Familien bei Dauerkarten maximal  für zwei Kinder bezahlen müssen, alle weiteren Kinder können – Voraussetzung ist die Vorlage des Landesfamilienpasses – gratis mitgehen. Das kostet höchstens 260 Euro für einen Sommer. Die Vergünstigung gilt nicht für Einzelkarten.

Gemeinderat Dr. Thomas Maier  plädierte für dieses Entgegenkommen und wünschte sich  auch weitere soziale Staffelungen, etwa  für Schüler über 18, für Studierende. Dafür gab‘s aber keine Mehrheit. Bürgermeister Stefan Jenninger und mehrere Gemeinderäte erinnerten daran, dass die Eintrittspreise einen wesentlichen Anteil an der Finanzierung des Bades ausmachten.

Die Räte stimmten weiteren Änderungen zu, die den Kioskbetrieb und die Öffnungszeiten betreffen. Dadurch erhofft man sich mehr Besucherinnen und Besucher und damit auch höhere Einnahmen. So will die Gemeinde in dieser Saison am Mittwoch einen Frühschwimmertag einrichten, Badegäste können dann schon ab 7 Uhr ihre Bahnen ziehen. Freitags ist Spätschwimmertag bis 21 Uhr. Unterm Strich ist das Bad 68 Stunden in der Woche geöffnet. Allerdings nicht bei Dauerregen oder Temperaturen unter 18 Grad. Attraktiver werden soll der Freibadkiosk. Der Freibadausschuss hatte im Vorfeld über eine Verpachtung dieser Einrichtung diskutiert, empfahl dem Gemeinderat aber, an der Kiosk-Eigenregie festzuhalten.

Eingang am Kiosk

„Dagegen sprechen der Wegfall des Deckungsbeitrags durch den Kioskverkauf, während die Personalkosten der Gemeinde weitgehend gleich bleiben“, sagte Stefan Jenninger. Auch die fehlende Flexibilität  beim Personaleinsatz zwischen Kiosk und Freibadkasse sei ein Grund. So könne in Zeiten schwachen Besuchs der Eingang am Kiosk genutzt werden, Eintrittskarten und Kioskverkauf wären dann in einer Hand.

Die Räte begrüßten, dass das Verkaufssortiment gestrafft und mehr an den Wünschen der Einkaufenden orientiert wird. Bislang wenig verkaufte Artikel fallen aus dem Programm, im Non-Food-Bereich legt man zu. Verbessern will Schechingen die Attraktivität und Aufenthaltsqualität in der Außengastronomie. Der Tischkicker soll renoviert, Tischtennisschläger sollen angeboten werden.

Einen weiteren großen Schritt in Sachen Freibad-Zukunft plant die Gemeinde erst einmal für die Schublade. „Wir bereiten die kompletten Planungen für eine Freibadsanierung vor, dass wir die unverzüglich auf den Tisch legen können, wenn ein Förderprogramm aufliegt. Solche Vorarbeiten seien zu umfangreich, um sie kurzfristig erledigen zu können. In wenigen Wochen sollen sich Räte bei einer Informationsfahrt ein Bild machen und dann für eine Lösung entscheiden. Vor allem die Frage, ob Folie, Edelmetall oder eine Kombination aus den Materialien als Verkleidung des Beckens werde dann beantwortet. „Klar ist aus heutiger Sicht, dass wir das Bad nicht aus eigener Kraft sanieren können“, sagt der Bürgermeister, der auch über die Verpachtung der Namensrechte für drei Jahre an die Firma icotek informiere. Ein Baustein, der dem Erhalt des beliebten Freibads diene.

Die Eintrittspreise auf einen Blick

Erwachsene: 4 Euro (ab 18 Uhr: 2,50),
Kinder/Jugendliche 2,50 Euro (1,50),
Behinderte 2,50 Euro (1,50).
Saisonkarte 80 Euro,
Saison vergünstigt 50 Euro.
Familien müssen die Saisonkarte für maximal zwei Kinder bezahlen.

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