Schechinger Freibad: Trotz Super-GAU die 30.000 im Visier

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Vom „Turm“, dem zentralen Raum für die Aufsicht, hat Bademeisterin Leonia Krieger das Becken gut im Blick. Noch trägt sie sicherheitshalber einen Schal, um nicht der Zugluft ausgesetzt zu sein. ⋌⋌Foto: aks
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Warum das Icotek-Freibad in Schechingen eine ungewöhnliche Saison erlebt. Wie lange die Saison noch dauert und welche Öffnungszeiten bis dahin gelten.

Schechingen

Das ist eigentlich ein Super-GAU. Ausgerechnet in den Sommerferien und in der größten Hitze ging gar nichts mehr. Das Icotek-Freibad musste eine Woche zumachen. Das Bademeisterteam - unerlässlich für die Öffnung - war schachmatt gesetzt. Nein, nicht Corona, sagt Leonia Krieger - inzwischen wieder leidlich fit. Sommergrippe. Lange verschleppt, weil sie und ihr Vater dem Badebetrieb zuliebe keine Rücksicht auf ihre Gesundheit nahmen. Bis der Körper mit hohem Fieber protestierte und sein Recht forderte.

Inzwischen ist sie vorbei die freibadlose Zeit. Viele hatten Verständnis, erzählt die Bademeisterin, obwohl alle die Erfrischung im herrlichen Wasser schmerzlich vermisst haben. Beschwerden gab es nur von einigen wenigen, die von der Schließung nichts mitbekommen hatten - „obwohl wir das in allen nur denkbaren Kanälen veröffentlicht haben“, erzählt Leonia Krieger und hat sich dabei - trotz angenehm warmer Temperaturen in einen schützenden Schal gehüllt, das wieder gut gefüllte Freibad samt Becken im Visier. Denn einige Tage schiebt sie alleine Dienst. Bis Dieter Krieger sich auskuriert hat, sind verkürzte Öffnungszeiten angesetzt, um wenigstens wieder etwas Badebetrieb zu ermöglichen. Zur Freude der vielen, vor allem jugendlichen Besucher an diesem Nachmittag im Icotek-Freibad. Sie finden, dass das die richtige Entscheidung war.

Überhaupt erfreut sich das Schechinger Icotek-Freibad in dieser Saison wieder großer Beliebtheit. „Die Besucherzahlen sind sehr gut“, bilanziert Leonia Krieger und vermutet, dass die 30 000 in den nächsten Tagen „geknackt“ wird. Zum einen, erzählt sie, seien die in den Coronajahren eingeführten 12er-Karten nach wie vor der Renner - „viele kaufen sie lieber als Dauerkarten“. Auch gab es wieder Schwimmabzeichen-, Seepferdchen- und Jugendschwimmabzeichenprüfungen der DLRG; die Bademeisterin selbst hat einen Schwimmkurs für Vier- bis Sechsjährige angeboten und zum anderen habe Icotek als Sponsor mit Aktionen zur Steigerung der Attraktivität beigetragen.

Und jetzt beginnt der Endspurt: Noch bis zum 11. September geht die Badesaison in diesem Jahr, sagt Leonia Krieger. An diesem Donnerstag kann Dieter Krieger wieder mitarbeiten und das Bad ist wieder wie gewohnt von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Ab Montag in der kommenden Woche, also ab 29. August, ist dann um 19 Uhr abends Schluss - nicht krankheits- sondern wetterbedingt. Die Tage werden schon wieder kürzer und die Abende eher herbstlich kühl, weshalb die Besucher freiwillig früher zusammenpacken.

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