Stefan Jenninger ist Bürgermeister

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Das Wahlergebnis ist verkündet. Auf dem Schulhof hinter der Gemeindehalle gratuliert Werner Jekel (Mitte) seinem Nachfolger Stefan Jenninger, links mit Gattin Isabel, zur Wahl. Rechts der stellvertretende Bürgermeister Dr. Thomas Maier.
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Im hochkarätigen Bewerberfeld kann sich der 35-jährige Kreisamtsrat aus Adelmannsfelden überraschend gleich im ersten Wahlgang durchsetzen.

Schechingen

Eigentlich hatte damit keiner gerechnet: Gleich im ersten Wahlgang haben die Schechinger aus fünf Bewerbern, darunter drei Kandidaten "vom Fach", ihren Bürgermeister gekürt. Über sechs Stimmen mehr als die absolute Mehrheit - das ist die Hälfte aller gültigen Stimmen plus eine – kann sich Stefan Jenninger freuen. "Ich bin überwältigt", sagt er in seiner Dankesrede auf dem Schulhof und gibt dann zu: Vorbereitet habe er keine Rede, da auch er einen Sieg zwar erhofft, mit einem zweiten Wahlgang aber gerechnet habe.

Kurz nach 18 Uhr, das Wahllokal hat gerade geschlossen, kann sich Noch-Bürgermeister Werner Jekel als Wahlleiter über eine hohe Beteiligung der Schechinger freuen. Coronabedingt waren nämlich die Briefwahlunterlagen diesmal gleich mit der Wahlbenachrichtigung verschickt worden – und die stattliche Zahl von 1245 der insgesamt 1894 Wahlberechtigten hatte davon Gebrauch gemacht. Zusätzlich kamen exakt 150 Schechinger am Sonntag zwischen 8 und 18 Uhr in die Gemeindehalle, um ihre Stimme abzugeben. Insgesamt 73,6 Prozent der Einwohner haben sich also an der Wahl beteiligt. "Nur eine einzige ungültige Stimme" haben die fleißigen 26 Wahlhelfer, bei denen Jekel sich bedankte, aussortieren müssen. Dann löste der Noch-Schultes endlich die Spannung auf und verriet die Stimmverteilung: Je eine Stimme hatten die Bürger Erich Merkle, Mathias Kluge, Martin Maier (Haghof), Lothar Mück und Michael Braig erhalten; vier Stimmen gab es für den Handelsschulrat a. D. Albert Seitzer; elf Schechinger haben Simon Salzmann ihre Stimme gegeben – der stand zwar als Kandidat noch auf dem Stimmzettel, hatte aber inzwischen seine Kandidatur zurückgezogen; der in Schechingen lebende und in der Aalener Kämmerei tätige Stadtoberamtsrat Wolfgang Barth erreichte 253 Stimmen; der in Gmünd lebende und in Heidenheim tätige Stadtoberamtsrat Tobias Feldmeyer konnte 417 Stimmen auf sich vereinen. Wahlsieger wurde Stefan Jenninger mit 704 Stimmen; sechs mehr als die notwendigen 698. In seinen Dankesworten, in die er die Wahlhelfer und seine Mitbewerber einschloss, verspricht er allen Schechingern, diesem Vertrauen gerecht zu werden. Dann aber freut er sich, dass im Bürgermeisterwahlkampf nun keine Nachspielzeit notwendig ist und er eine Woche Urlaub machen und mit seiner Frau die Hochzeitsreise nachholen könne.

Als stellvertretender Vorsitzender des Gemeindeverwaltungsverbands gratulierte Leinzells Bürgermeister Ralph Leischner und begrüßte den Gewählten herzlich als neuen Kollegen im Kreis der Bürgermeister. Auch er lobte das kompetente Bewerberfeld und würdigte das überzeugende Ergebnis des ersten Wahlgangs.

Jetzt können wir unsere Hochzeitsreise noch nachholen.

Stefan Jenninger, neu gewählter Bürgermeister

Zur Unterhaltung der vielen Bürgerinnen und Bürger, die auf den Schulhof gekommen waren und ihrem neuen Bürgermeister coronakonform zur Wahl gratulierten, spielte der Musikverein – so lange die Abendsonne noch schien und die Aktiven die Noten noch lesen konnten.

Gewinnen kann nur einer

Es war, das loben alle, ein fairer und konstruktiver Wahlkampf. Obendrein durften sich die Schechinger über ein ungewöhnlich hochkarätiges Bewerberfeld freuen. Fünf Kandidaten, davon drei absolute Fachleute – davon können viele andere Gemeinden mit frei werdendem Chefsessel im Rathaus nur träumen. Einerseits ist das ein Indiz dafür, dass Werner Jekel ein gut bestelltes Haus übergibt. Andererseits ist damit auch klar: Wer diese Wahl "verloren" hat, muss nicht an seinen Kompetenzen zweifeln. Gewinnen kann eben nur einer.

Mit vorschriftsmäßigem Abstand werden in der Gemeindehalle die Stimmen ausgezählt.

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