Stefan Jenninger tritt in Schechingen an

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35-jähriger Verwaltungsfachmann aus Adelmannsfelden bewirbt sich.

Schechingen. Bürgermeister will er werden – wollte er schon immer. Stefan Jenninger hat also schon früh seine Kandidatur für Schechingen abgegeben. Nichtöffentlich allerdings, denn vor dem Wahlkampfstart stand noch ein extrem wichtiger privater Termin an: Stefan Jenninger und seine Verlobte Isabel haben geheiratet – coronabedingt im kleinen Kreis. Beide freuen sich auf ihr erstes Kind.

Beruflich, sagt der 35-Jährige, sei Schechingen "Liebe auf den ersten Blick" gewesen. Fachlich fühlt er sich fit für die Herausforderungen – hat neun Jahre Berufserfahrung in der Kommunalverwaltung vorzuweisen, hat berufsbegleitend im Masterstudiengang "Public Management" studiert und ist Lehrbeauftragter für den Beamtennachwuchs an der Verwaltungsfachhochschule in Ludwigsburg.

Doch von vorne: Geboren ist Stefan Jenninger in Ellwangen, aufgewachsen in Adelmannsfelden. Er ist auf die Eugen-Bolz-Realschule gegangen und später auf das Wirtschaftsgymnasium in Aalen. Anschließend verpflichtet er sich für zwei Jahre bei der Bundeswehr und schlägt die Offizierslaufbahn bei der Luftwaffe ein. Als Major der Reserve sei er der Bundeswehr nach wie vor eng verbunden, sagt er. Studiert hat er anschließend gehobenen Verwaltungsdienst an der Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen in Ludwigsburg, war dann im Fachbereich Organisation im Landratsamt Ostalbkreis eingesetzt, ab 2015 als stellvertretenden Amtsleiter. "Das Organisationsamt ist vergleichbar mit dem Hauptamt im Rathaus", meint er.

2018 wollte er schon einmal seinen Bürgermeistertraum verwirklichen, in Rosenberg. Im ersten Wahlgang fehlten ihm damals nur 24 Stimmen. "Zweiter Sieger zählt da leider nichts", blickt Jenninger ohne Frust auf diese Erfahrung zurück, denn ein bisschen durfte er sich am Ende auch als Sieger fühlen. "Von den Rosenbergern in der Virngrundhalle bekam er einen extra langen Applaus", beschrieb die Berichterstatterin der Schwäbischen Post den Wahlabend. Im Folgejahr wird Stefan Jenninger, der auch CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender ist, auf Anhieb in den Gemeinderat von Adelmannsfelden gewählt. Im Juli 2019 stellt er sich im Landratsamt einer neuen Herausforderung. Er wechselt ins Breitbandkompetenzzentrum Ostalb. Ist als Kreisamtsrat zuständig für den kaufmännischen Bereich, und die rechtliche Beratung der Gemeinden beim Thema Bundes- und Landesförderung.

In seiner Freizeit beschäftigt sich Jenninger mit Heimatforschung und ist sportlich aktiv. Neben Wandern, Joggen, Rad- und Skifahren ist er als Fußballschiedsrichter in der Landesliga auf den Fußballplätzen in ganz Württemberg unterwegs. "Vereinsarbeit und Ehrenamt liegen mir besonders am Herzen. Ich bin selbst seit über 20 Jahren in verschiedenen Funktionen ehrenamtlich aktiv", sagt Jenninger, der im Vorstand des TSV Adelmannsfelden mitwirkt, aber auch bei der Organisation der Faustball EM in Rosenberg angepackt hat.  Ab sofort will Stefan Jenninger sich und seine Ideen den Bürgerinnen und Bürgern in Schechingen vorstellen. Gar nicht so einfach in Zeiten der Corona-Pandemie. Für persönliche Begegnungen will er immer samstagvormittags einen Infostand in der Ortsmitte aufbauen. Auch coronakonforme Bürgergespräche sind angedacht.

Termine und weitere Info veröffentlicht er auf seiner Internetseite www.stefan-jenninger.de, auf Facebook, bei Instagram sowie auf seinem YouTube-Kanal. 

Gewählt wird am Sonntag, 27. September. Bewerbungsschluss ist am Montag, 31. August. Es soll inzwischen vier Bewerber geben. Als erster "geoutet" hatte sich Tobias Feldmeyer.

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