Schechinger Osterbrunnen zieht Besucher von weit her an

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Christina Meschede aus Paderborn war eine der vielen überregionalen Gäste am Osterbrunnen - und entdeckte das Ei "ihres" Sportclubs".
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„Das Bild schicke ich meiner Mama, die wird staunen.“  Beim Schechinger Osterbrunnen ist über die Feiertage viel los.

Schechingen.

Christina Meschede kommt aus der Nähe von Paderborn. Gern nahm sie die Einladung der schwäbischen Freunde am Ostersonntag an, doch mal beim Schechinger Osterbrunnen vorbeizuschauen. Schließlich lockte das frühlingshafte Wetter aus dem Haus. Vor dem Schechinger Rathaus blickte sie verblüfft auf die Blumensäule, an der ebenso bemalte Eier gesteckt sind wie am Osterbrunnen selbst. „Das gibt’s ja nicht, schau mal hier“, deutet sie auf ein spezielles Ei und ist unüberhörbar völlig aus dem Häuschen. Schnell zückt sie ihr Handy und macht ein Bild. „Das schick ich jetzt meiner Mama, die wird staunen“, strahlt sie, während sie munter drauf los knipst. Welches Motiv ihr so viel Vergnügen bereitet? Das Ei mit dem Schriftzug und Wappen des „SC Paderborn“. Es befindet sich in guter Nachbarschaft etwa mit dem „Bayern München-Ei“ oder auch dem „VfB-Ei“. Die junge Dame war nur eine der zahlreichen Gäste, die an den Osterfeiertagen mit Freunde oder Verwandtschaft im Ostalbkreis zum Osterbrunnen nach Schechingen angefahren kam. Alle einte die hörbar große Begeisterung über das filigrane Gesamtkunstwerk. Geschaffen von  talentierten und vor allem ehrenamtlichen Malern und Malerinnen. Zum 20. Mal konnte heuer der Osterbrunnen aufgebaut werden. Wurden die langen Metallbögen mit Buchs und Thujazweigen ummantelt, steckte Marianne Kolb die über 13 000 Gänse-Straußen- und Hühnereier. Endlich, nachdem eine zweijährige Zwangspause aufgrund der Pandemie eingelegt werden musste, konnte wieder losgelegt werden.

„Die Leute nehmen sich noch mehr Zeit als sonst, um sich alles anzuschauen“, beschreibt Marianne Kolb erfreut. Iris Jekel bestätigt, dass sich viele eine Pause gönnen, die Bewirtung genießen, und dann einen zweiten Rundgang entlang der filigranen Kunstwerke unternehmen. Beide Organisatorinnen freuen sich über die vielen positiven, anerkennenden Kommentare der Gäste, die vor allem aus den benachbarten Bundesländern und dem ganzen süddeutschen Raum angereist sind. Aus Ravensburg, vom Bodensee, aus Hessen, Bayern oder aus Nordrhein-Westfalen.

Das Ehepaar Mützel aus Berglen stärkt sich mit einem Stück Kuchen. „Sieht einfach toll aus“, sind sie sich einig. Nebenan eine Gruppe aus Weingarten. „Ein schöner Ausflug, der sich gelohnt hat“, stimmen sie ins Lob mit ein. Man trifft auch auf eine Familie aus Pforzheim, und Ulrike und Reinhard Ade vom Chiemsee haben ebenfalls einen Stopp am Osterbrunnen eingelegt.

„Insgesamt 40 Busse sind in diesem Jahr angemeldet“, berichtet Iris Jekel. Dazu gesellen sich viele Kleingruppen. Aus Spaichingen oder aus Vorarlberg etwa. „Und viele kommen spontan mit ihrem Osterbesuch hierher“, erklärt Kolb. Was etwa dazu führte, dass am Karfreitag gegen 15.30 Uhr der Kuchen ausging. „Unglaublich, wie viele da waren.“

Noch bis zum 24. April kann der Osterbrunnen bewundert werden. „Dann beginnt die Schachtelprozession hoch unters Rathausdach“, beschreibt Iris Jekel den Abbau, bei dem die Eier wieder auf ihre Paletten kommen. Vorher wird noch jedes gewaschen und die durch die Witterung porös gewordenen Gummis entfernt. Ein Riesenaufwand, der von den rund 75 Helferinnen und Helfern auf sich genommen wird. „Einfach schön, die begeisterten Gäste sind der Lohn.“

Osterbrunnen mit magischer Anziehungskraft.
Nicht nur Eier - es gibt noch andere Deko-Ideen.
Rund 13000 echte Hühner-, Gänse- und Straußeneier gehören zum Osterbrunnen.
Gesichter der Ostalb am Osterbrunnen.

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