Seit 60 Jahren für die Menschen aktiv

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Das aktuelle aktive Team des Jubiläumsvereins und die Akteure im Gründungsjahr der Ortsgruppe präsentieren sich. Unten links „trainiert“ Bürgermeister Dieter Gerstlauer unter Aufsicht der DRKler. Alle Fotos in Aktion stammen aus Vor-Corona-Zeiten.

Was die rührige Durlanger Ortsgruppe des Deutschen Roten Kreuzes in den 60 Jahren seit ihrer Gründung im Rettungswesen und am Zusammenleben in der Gemeinde bewirkt hat.

Durlangen.

Am 10. Juni 1961 fiel der Startschuss zu einer beispielhaften Erfolgsgeschichte in Sachen Zivilcourage, ehrenamtliches Engagement und der Bereitschaft, Verantwortung für die Bevölkerung zu übernehmen. 20 engagierte Bürgerinnen und Bürger machten sich in Durlangen auf den Weg, das DRK, offiziell als Ortsgruppe Durlangen des DRK Kreisverbands Gmünd bezeichnet, zu gründen.

Noch im „Kleinen“ bezogen die ehrenamtlichen Lebensretter ihre erste Unterkunft für Treffen und Übungsabende in der Christoph-von-Schmid Schule in Durlangen. Eine deutliche räumliche Verbesserung boten später die neuen Räume im Durlanger Bauhof, die im Mai 2001 bezogen werden konnten und wo die Durlanger DRKler heute noch zu finden sind. Mit viel persönlichem Einsatz der Mitglieder konnte hier der Bau einer Garage vorangetrieben werden.

30 Ehrenamtliche stehen bereit, ihren Mitbürgern zu jeder Tages und Nachtzeit hilfreich zur Seite zu stehen. Wenn jede Minute zählt, sind die Durlanger DRKler diejenigen, die schnell Erste Hilfe leisten. Mit sieben Jugendlichen im Jugendrotkreuz ist der Nachwuchs der Rettungskräfte gesichert.

Um auf alle möglichen Gefahrensituationen reagieren zu können, durchlaufen die Durlanger DRKler neben Fachausbildungen auch zahlreiche Übungen. Als unerlässliche Unterstützung stehen sie der Feuerwehr hilfreich zur Seite. Besonders in dieser Beziehung bleibt der Großbrand in Durlangen im Juni 2019 oder das Hochwasser 2016 in Gmünd den DRKlern noch lange in Erinnerung.

Das DRK Durlangen ist im Gemeindeleben fest etabliert, mit viel Engagement, Fantasie und Einsatz sind die Durlanger Rotkreuzler bei nahezu jeder Veranstaltung der Gemeinde präsent.

31 Jahre leitete Marlies Schliefkowitz die Geschicke der Ortsgruppe, eine Neuwahl der Ortsgruppenleitung in einer Generalversammlung ist bislang der Pandemie zum Opfer gefallen.

Die Durlanger leisten Sanitätsdienste bei verschiedenen Sportveranstaltungen und wurden dabei schon das eine oder andere Mal gefordert. Dazu gehören auch die regelmäßigen Blutspendetermine, die gerne auch von Spendenwilligen aus dem Umland angenommen werden. Die hohe Akzeptanz in der Bevölkerung spiegelt sich auch in den rund 20 „Nichtmitgliedern“ wieder, die das DRK bei verschiedenen Aktionen unterstützen. Für die Betreuung und Versorgung der Blutspender kann das DRK verlässlich auf einen Pool an Helfern zurückgreifen.

Die Kinder und Senioren der Gemeinde liegen den DRKlern besonders am Herzen, vor über 20 Jahren wurden die Senioren-Tanztees und Seniorenausflüge ins Leben gerufen. Für das Kinderferienprogramm der Gemeinde hat das Durlanger DRK immer einen Programmpunkt in petto. Wie man auch als „kleiner Mensch“ durch eine Erstversorgung zügig Hilfe im Notfall leisten kann, erfahren die Kindergartenkinder und Schulkinder in kindgerechten Unterrichtseinheiten am Ende ihrer Kindergarten- oder Grundschulkarriere.

Die Liste lässt sich weiter führen: Der zwischenzeitlich etablierte weihnachtliche Sternlesmarkt der Gemeinde findet seine Ursprünge Anfang der 2000er Jahre durch das DRK Durlangen, erinnert sich Marlies Schliefkowitz. Mit selbst gemachten weihnachtlichen Gestecken und Adventskränzen, einer Tombola sowie Kaffee und Kuchen generierten die Durlanger damals Gelder für ihre Arbeit.

Lastwagen voller Altkleider konnten in der Vergangenheit regelmäßig von den emsigen Rotkreuzlern bei Straßensammlungen gesammelt werden. Eine einmalige Aktion gab es zu Beginn des neuen Jahrtausends: Bei einem Blutspendetermine konnten sich die Spender zeitgleich für eine Knochenmarkspende typisieren lassen. Zur Teilfinanzierung der Typisierungsaktion wurde damals die Arbeitsgruppe „Jugendförderung“ mit einer Benefiz-Rocknacht mit ins Boot genommen.

Zwei Fahrzeuge des Bürgermobils schwäbischer Wald sind in Durlangen stationiert, mit zehn von 18 Fahrern stellen die Durlanger DRKler den größten Teil ehrenamtlicher Fahrer für Personen zur Verfügung, die selbst nicht mobil sind.

Das überörtliche Engagement der Durlanger ist nicht nur in Corona-Zeiten sprichwörtlich zu nehmen. Derzeit helfen die Mitglieder der Ortsgruppe in den Impf- und Testzentren des Kreises aus. Die jährliche Erstspendeaktion im Berufschulzentrum fiel allerdings der Pandemie zum Opfer, bedauert Marlies Schliefkowitz. Denn diese Erstspendeaktion war bisher immer ein Erfolg. Vielen jungen Menschen konnte die Angst vor einer Blutspende genommen und somit neue „Lebensretter“ gewonnen werden. Ein Wermutstropfen fällt in das Jubiläumsjahr: Ob und wie die DRK Kreisversammlung, die am 7. Mai mit einer Jubiläumsfeier in Durlangen sein sollte, abgehalten wird, „steht noch in den Sternen“ meint Marlies Schliefkowitz.

Das aktuelle aktive Team des Jubiläumsvereins und die Akteure im Gründungsjahr der Ortsgruppe präsentieren sich. Unten links „trainiert“ Bürgermeister Dieter Gerstlauer unter Aufsicht der DRKler. Alle Fotos in Aktion stammen aus Vor-Corona-Zeiten. Fotos: privat

Wann gefeiert werden kann, steht in den Sternen.“

Marlies Schliefkowitz, DRK-Ortsgruppe

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