14 Tonnen für die Sicherheit

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Kreisbrandmeister Otto Feil, Spraitbacher Kommandant Bernd Waibel und Bürgermeister Johannes Schurr
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Das neue Löschfahrzeug der Spraitbacher Feuerwehr ist am Samstag offiziell in Betrieb genommen und geweiht worden. Es bietet einige Besonderheiten an Bord.

Spraitbach

Gute sechs Monate ist es her, dass das neue Löschfahrzeug (LF) 10 der Spraitbacher Wehr am 28. Oktober von fünf Feuerwehrkameraden persönlich in Luckenwalde bei Berlin abgeholt werden konnten. Am Samstag wurde im Rahmen eines Feuerwehr-Gartenfestes die offizielle Inbetriebnahme und die Segnung des Fahrzeugs vollzogen. Viele befreundete Wehren aus der Verwaltungsgemeinschaft, dem näheren Umland, der Spraitbacher Gemeinderat und Mitbürger begleiteten den feierlichen Akt.

Rundum-LED-Beleuchtung

Kommandant Bernd Waibel erinnert an den Werdegang des neuen Fahrzeugs, das als Ersatzbeschaffung des LF 8 aus dem Jahr 1987 dient. Nach der Bewilligung der Gelder durch den Gemeinderat 2018, wurde der beantragte Landeszuschuss mit 92 000 Euro „sofort bewilligt“. Das Fahrzeug inklusive Beladung kostete rund 400 000 Euro und bietet mit seinen 14 Tonnen Gesamtgewicht und 290 PS neben dem Fahrer Platz für weitere acht Einsatzkräfte. Mittels Lichtmast und LED-Rundum-Beleuchtung sei das Fahrzeug auch bei schwierigen Lichtverhältnissen perfekt einsatzbereit. Die Anbindung der Gemeinde zur B 298 und die damit verbundenen Rettungseinsätze bei Verkehrsunfällen machten es erforderlich, dass ein Rüstsatz für technische Hilfeleistung an Bord ist. Eine Tragkraftspritze ist für eine Pumpleistung für bis maximal 2500 Liter Wasser pro Minute in der Lage und wurde, da fast neuwertig, aus dem Bestand der Wehr übernommen. Außergewöhnlich sei zudem, so der Kommandant, der mit 2000 Litern dimensionierte Wassertank sowie eine Schiebeleiter, die Rettungseinsätze bis ins dritte Obergeschoss ermögliche.

Der evangelische Vikar Lukas Gansky und der katholische Pfarrer Dr. Félix Mabiala ma Kubola nahmen die Fahrzeugweihe vor, die alle unter Gottes Segen stellten, die mit diesem Fahrzeug arbeiteten. Die Feuerwehrmitglieder wurden von den Geistlichen mit den barmherzigen Samaritern verglichen. „Sie sehen hin und helfen Menschen und der Umwelt bei Gefahren.“

„Gutes Werkzeug“ für die Wehr

Spraitbachs Bürgermeister Johannes Schurr zeigte sich „froh und stolz“ über „unsere Feuerwehr“. Die Feuerwehrmitglieder seien die, „die ins brennende Haus rennen, wenn andere es verlasen“. Diese Leistung verdiene nicht nur Respekt, sondern „mindestens gutes Werkzeug“. Gern habe die Gemeinde ihre „Pflichtaufgabe“, Gelder bereitzustellen, erfüllt, um eine „noch zuverlässigere und schlagkräftige Wehr“ zu erhalten.

Von neuen und funktionsfähigen Fahrzeugen profitiere nicht nur die Feuerwehr, sondern auch die Bürgerschaft, erklärt Kreisbrandmeister Otto Feil bei der Weihe. Kleinere Einsätze sind seit der Abholung des neuen Fahrzeuges bereits erfolgreich absolviert worden. Das LF 10 habe somit seine Einsatzfähigkeit bereits unter Beweis gestellt, erzählt der Kommandant.

Segnung durch Vikar Lukas Gansky und dem katholischen Pfarrer Dr. Félix Mabiala ma Kubola

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