Fasnetskühe bleiben im Stall: Spraitbacher Rathaussturm abgesagt

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Obwohl der Rathaussturm der Spraitbacher Landeier ausfällt, ist der Platz nicht kuhfrei. Es gibt einen Narrenbaum.

Schweren Herzens sagen die Spraitbacher Landeier erneut ihren traditionellen Rathaussturm ab. Trotzdem sind sie präsent und offen für Anregungen.

Spraitbach

Der traditionelle Rathaussturm der Spraitbacher Landeier fällt auch in diesem Jahr der Pandemie zum Opfer. „Das Herz sagt ja – aber der Verstand antwortet nein“, fasst Leitkuh Xandra Bauer die aktuelle Stimmung bei den Spraitbacher Landeiern zusammen.

Normalerweise würde die fröhlich Kuhherde in diesen Tage mitten in den Vorbereitungen für den Rathaussturm stecken und sich für die Teilnahme an anderen Faschingsveranstaltungen in der Region rüsten. Doch erneut ist es anders: Gemeinsam mit Bürgermeister Johannes Schurr habe man schweren Herzens die fünfte Jahreszeit für 2022 aus dem Kalender gestrichen. „Vor allem unsere Kälbchen sind sehr traurig, dass sie im Stall bleiben müssen“, bedauert Xandra Bauer und verrät, dass deshalb die Mutterkühe derzeit schon einiges an Trost spenden müssen.

So ganz „kuhfrei“ soll Spraitbach auch im zweiten Pandemiejahr nicht bleiben. Auf dem Rathausplatz gibt es deshalb einen Narrenbaum mit Kuhmotiven und bunten Girlanden, der an das erinnert, was in den nächsten Wochen sich normalerweise hier ereignen würde. „So wollen wir bei den Bürgerinnen und Bürgern in Erinnerung bleiben bis wir – hoffentlich im nächsten Jahr – wieder alle gemeinsam eine fröhliche Dorfparty feiern können“, erklärt die Leitkuh. Und schmunzelnd fügt sie hinzu: „Auch in der Pandemie vergisst man die Kühe nie!“

Zündende Idee noch willkommen

Einen virtuellen Rathaussturm wie im letzten Jahr soll es 2022 allerdings diesmal nicht geben. Den Schlagabtausch zwischen Bürgermeister Schurr und Leitkuh Bauer, der unter dem Link https://bit.ly/3IAMMUf immer noch zu sehen ist und der bis dato 1132 Aufrufe verzeichnen kann, kam zwar sehr gut an. Aber diese „Rathaussturm Corona-Edition“ soll einmalig bleiben. Noch einmal aufwärmen wolle man das nicht, da sind sich Schurr und Bauer einig.

Sollte sich kurzfristig aber noch irgendwo und irgendwie eine neue digitale Idee entwickeln, dann haben sowohl der Bürgermeister wie auch die Leitkuh ein offenes Ohr: „Dann stehen die Kühe selbstverständlich schon in den Startlöchern und scharren mit den Klauen“, versichert Xenia Bauer.

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