Gebäudebrand in Spraitbach - rund 200.000 Euro Schaden

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Feuerwehren aus Mutlangen, Spraitbach und Durlangen waren im Löscheinsatz an einem Spraitbacher Einfamilienhaus. 

Spraitbach. Nicht nur Bürgermeister Johannes Schurr stand ein wenig abseits und blickte erschrocken auf den dicken Qualm, der aus einem zerborstenen Fenster im Dachgeschoss eines Einfamilienhauses über einer Garage in Spraitbach herausdrang. "Gott sei Dank war niemand im Haus", war er ebenso wie der Einsatzleiter und Spraitbachs Feuerwehrkommandant Bernd Waibel sehr erleichtert. Um 18.04 Uhr ging der Alarm los bei der Feuerwehr, wie Waibel berichtet. Ursprünglich als Stufe 5 angekündigt, also Garagenbrand, stufte er selbst nach seinem Eintreffen am Ort des Geschehens den Brand eine Stufe höher auf Stufe 6 ein: Gebäudebrand. Anlieger alarmierten laut Kommandant Waibel die Feuerwehr, letztlich konnte der Besitzer den Einsatzkräften die Haustür aufschließen, damit das Gebäude nach Personen abgesucht werden konnte. "Keiner drin", kam die Aussage.

Ein Winkelschleifer war's

Was war geschehen? Der 62-jährige Hausbesitzer führte in seinem Garten neben der Garage Arbeiten mit einem Winkelschleifer durch. Im Anschluss legte er das Gerät in der Garage auf einer Werkbank ab. Vermutlich aufgrund der zuvor durchgeführten Arbeiten, dem Funkenflug und dem überhitzten Gerät kam es gegen 18 Uhr in der Garage zur Rauchentwicklung und zum Brand von Teilen des Gebäudes und des Daches. Das Feuer lief unter die Dachhaut – sowohl ins Wohngebäude als auch in die Garage. Über dieser befand sich ein Raum in Vollbrand. Mit schwerem Atemschutz waren die Einsatzkräfte unter anderem im Einsatz. Auch die Drehleiter aus Mutlangen leistete Hilfe, die Feuerwehrmänner löschten von oben das Feuer. Kommandant Waibel alarmierte noch Atemschutzträger aus Ruppertshofen.

Mit insgesamt 89 Einsatzkräften kämpfte die Feuerwehr gegen das Feuer. Weiter waren Polizei und vier Mitglieder der Schnelleinsatzgruppe (SEG) des Roten Kreuzes vor Ort. Dazu ein Rettungswagen. Ein Feuerwehrmann wurde mit Kreislaufproblemen ins Stauferklinikum gebracht. Die Wohnsiedlung um die Stuifenstraße war voller Einsatzwagen. Allein 16 Feuerwehr-Fahrzeuge waren vor Ort. Auch der stellvertretende Kreisbrandmeister, Uwe Schubert, machte sich ein Bild vom Einsatz. "Ich warte mit meinem Hauptamtsleiter Fabian Beißwenger ab, ob die Familie, die in dem Haus wohnt, eine Unterkunft braucht", erklärte Bürgermeister Schurr. Für solche Fälle halte man ein leer stehendes Haus bereit. "Dann können auch wir schnell helfen." Die Nachlöscharbeiten des Einsatzes, der bis in die Nacht ging, wurden ebenso wie die Brandwache von der Feuerwehr Spraitbach übernommen. Der Sachschaden beläuft sich laut Polizei auf mindestens 200 000 Euro. Die Ermittlungen dauern an. Der 62-Jährige muss mit einer Anzeige wegen fahrlässiger Brandstiftung rechnen.

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Fotos: onw-images/ Marius Bulling
Fotos: onw-images/ Marius Bulling

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