Im kommenden Sommer gibt's eine Ferienbetreuung

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Spraitbach organisiert Betreuungsangebote für die Großen Ferien 2022.

Spraitbach. Mit der Kinderferienbetreuung für den kommenden Sommer beschäftigte sich der Spraitbacher Gemeinderat.

Schon seit vielen Jahren werde in der Gemeinde immer wieder der Bedarf nach einer zuverlässigen Ferienbetreuung diskutiert, führte Bürgermeister Johannes Schurr ein. Verschiedene Umfragen hätten immer ein ähnliches Bild ergeben. Den Eltern sei die Betreuung entweder zu teuer, zu unflexibel oder aus anderen Gründen nichtpassend gewesen. Im Oktober diesen Jahres wurde die Elternschaft zu einem „runden Tisch“ eingeladen, um auf diesem Weg einer Lösung näher zu kommen. Ein klarer Bedarf hätte nicht erarbeitet werden können, bedauert der Bürgermeister, da zum einen die Teilnahme der geladenen Elternschaft, mit weniger als zehn Personen, zu gering gewesen ist. Es konnte daher nicht ersichtlich gemacht werden, wie viele Kinder eine Betreuung benötigen, auch das Erstellen eines Querschnitts der benötigten Betreuungszeiten sei so nicht klar erkennbar gewesen. Die Verwaltung geht davon aus, das habe die coronabedingte Ferienbetreuung in diesem Sommer gezeigt, dass ein Bedarf von rund zehn Plätzen für mindestens eine Halbtagesbetreuung bestehe. In der Vergangenheit sei der erforderliche Elternbeitrag an den Gesamtkosten hierfür zu hoch gewesen, aus diesem Grund seien für das Angebot keine Anmeldungen erfolgt.

Es wurde nun Kontakt zum Verein Pate e.V. aufgenommen, bei einem ersten Gespräch kristallisierte sich heraus, dass der Verein ein „interessanter und passender Dienstleister“ für dieses Projekt sein kann. Der Verein bietet für die Zeit der Kindergartenschließung in den ersten drei Sommerferienwochen eine Halbtagesbetreuung für 100 Euro pro Kind und Woche, alternativ eine Ganztagsbetreuung für 170 Euro pro Kind und Woche an. Der Verein bringt eigenes, vorhandenes Personal mit und nutzt die Räume des Kindergartens kostenlos.

Grundsätzlich einigte sich der Gemeinderat darauf eine Ferienbetreuung für die Kalenderwochen 31 bis 33, jeweils Montag bis Freitag mit dem Dienstleiter Pate einzurichten, die Gemeindebeteiligt sich an den für die Eltern entstehenden Betreuungskosten mit zehn Prozent pro Kind oder 20 Prozent, wenn der Elternteil nachweislich alleinerziehend ist.

Der zweite für Eltern problematische Zeitraum zum Ende der Sommerferien soll ein andere Lösung erhalten. Hierfür wird ein zweites Konzept erarbeitet, das die Einbindung von privaten Betreuungskräften sowie der VHS vorsieht. Diese Betreuung soll eine Woche abdecken und von der Elternschaftkomplett übernommen werden. Die Gemeinde tritt hier nur vermittelnd auf.

Das Gremium gab der Verwaltung grünes Licht, sich für die Teilnahme am Förderprojekt „Quartiersimpulse“ im Rahmen der Landesstrategie Quartier 2030 zu bewerben. Das Förderprogramm richtet sich an Städte, Gemeinden und Landkreise im Land, die mit Maßnahmen der Bürgerbeteiligung Projekte zur alters- und generationengerechten Entwicklung von Quartieren, Stadtteilen und Ortschaften durchführen möchten.

Auf das traditionelle Weihnachtsgeschenk verzichten die Gemeinderatsmitglieder in diesem Jahr und runden den Betrag auf 500 Euro nach oben ab. Das Geld soll zusammen mit den Erlösen aus dem Kalenderverkauf der Gemeinde und den eingenommenen Spendengeldern bei den Enthüllungen des Geschichtspfads der Jugendförderung der Spraitbacher Vereine zugutekommen.

Andrea Rohrbach

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