Närrische Kühe beleben die Bankfiliale

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Moni Schuster und Sonja Kißling haben die Heimatecke in eine kunterbunte Kuhweide verwandelt. Die Ausstellung der Spraitbacher "Landeier" ist noch bis Aschermittwoch zu sehen.

Was sich die Spraitbacher "Landeier" und der Jugendverein ausgedacht haben.

Spraitbach. Die Gemeinde Spraitbach kann gut und gerne als eine der närrischen Hochburgen der Region bezeichnet werden. Seit 19 Jahren stürmen die "Landeier" am "schmotzigen Donnerstag" das Rathaus und übernehmen die Macht. Das Spektakel lockte in der Vergangenheit stets ganze Menschenmassen an, die der Oberkuh Xandra lautstark Beifall zollten, wenn das Narrengericht dem jeweiligen Schultes einen närrischen Spiegel vorhielt.

Kühe und Kälbchen

Und in diesem Jahr? Die 725-Jahr-Feier der Gemeinde soll nur in kleinen coronakonformen Dosen abgehalten werden, immer an die Infektionszahlen angepasst. Vor 19 Jahren gründeten sich als Untergruppe der Landfrauen die "Landeier", eine bunte, lustige Damenriege, die Leben, Frohsinn und Freude in die Gemeinde bringt. Ihr Aushängeschild? Kuhgewänder und das passende Make-up. 70 Mitglieder zählt der rührige Verband, erzählt Doris Kurz, Vorsitzende der Landfrauen in Spraitbach. Die hohe Zahl generiert sich aus "erwachsenen Kühen" und ihrer Vielzahl an "Kälbchen".

Für die diesjährige Faschingssaison sahen sich die "Landeier" bereits in der "Arbeitslosigkeit und Schwermut" versinken. Ein Umstand, der unter allen Umständen vermieden werden musste. Der Rathaussturm wurde virtuell ausgefochten und im Internet verbreitet.

Wohin jetzt mit der überschüssigen Energie, die den Kühen zugesprochen wird? Die Heimatecke der Kreissparkassenfiliale in Spraitbach bot sich als Ausstellungsraum für Exponate aus 19 Jahren "Landeiern" an. Filialleiter Michael Jakob zeigt sich zufrieden, dass die Heimatecke wieder einmal mehr mit Leben gefüllt wird. "Die Heimatecke soll den Vereinen, Gewerbetreibenden und Institutionen als Präsentationsplattform dienen", erklärt Michael Jakob. Die "Landeier" Moni Schuster und Sonja Kißling haben daher kurzerhand die Lager geräumt und alles zusammengetragen, was die "Kühe" in den 19 Jahren ihres Bestehens erlebt, getragen und an Preisen gewonnen haben. Die Heimatecke präsentiert sich jetzt als wahre "Kuh-Weide". Kühe soweit das Auge reicht, als Kostüm oder in Plüsch, Perücken, Kuhhörner, Kuhglocken und eine Stelltafel mit Fotos aus vergangenen närrischen Zeiten schmücken den Raum in der Mutlangerstraße. Die Luftschlangen und Bonbons, die in diesem Jahr überflüssig waren, sind ordentlich verteilt in der Heimatecke zu finden. Das Besondere an der Heimatecke? "Man kann zu jeder Zeit die Ausstellungen durch die Glasfronten besichtigen", erklären Michael Jakob und Doris Kurz und bitten bei der Gelegenheit auf die Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln.

"Zeig uns dein Kostüm"

Auch der Spraitbacher Jugendverein möchte mit dem Malwettbewerb "Zeig uns dein Kostüm" etwas Farbe in die Corona-Tristesse bringen. Die Bilder sollen zeigen, welches Kostüm an Fasching in diesem Jahr getragen worden wäre. Bis 20. Februar können die Teilnehmer ihre Kunstwerke in einer Box am Spraitbacher Rathaus abgeben. Um Chancengleichheit zu gewähren, wird in verschiedenen Altersgruppen gewertet. Die Teilnahmebedingungen zum Wettbewerb sind auf der Homepage der Gemeinde einsehbar. Die Ausstellung in der Heimatecke kann noch bis Aschermittwoch, 17. Februar, besichtigt werden.

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