Seit 27 Jahren an der Schule

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Susanne Blinzinger habe das Schulschiff sicher durch den Sturm der letzten Monate gesteuert, sagte Bürgermeister Johannes Schurr (l.) über die scheidende Rektorin der Grundschule Spraitbach.
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Susanne Blinzinger, die Rektorin der Spraitbacher Grundschule, ist in den Ruhestand verabschiedet worden. Ihre Nachfolgerin ist Christine Eble.

Spraitbach

Die Lobes- Dankes- und Segensworte zeigten, wie beliebt Susanne Blinzinger, die Rektorin der Spraitbacher Grundschule ist. Nachdem sich bereits am Dienstagvormittag die Kinder der Schule von „ihrer“ Frau Blinzinger verabschiedet hatten, folgte am Nachmittag die offizielle Feierstunde zur Verabschiedung der geschätzten Rektorin. Elke Weccard, stellvertretende Schulamtsleiterin, erinnerte an den Werdegang von Susanne Blinzinger, die an der Gmünder PH Schulamt auf Hauptschullehramt studierte und im Anschluss ihre erste Stelle in Lorch antreten konnte.

Früh habe Blinzinger das Potenzial, dass in Grundschülern steckt entdeckt, sich 1994 als Konrektorin in Spraitbach beworben, 2007 übernahm sie offiziell die Schulleitung. Weccard umschrieb die scheidende Rektorin als umsichtig, engagiert und loyal. Blinzinger besitze das Talent „die Dinge von der Wurzel an zum Blühen zu bringen“.

Es sei eine Herzensangelegenheit der Rektorin gewesen, den Kindergartenkindern den Übergang in die Grundschule schön und einfach zu gestalten. Dafür bedankte sich auch die Leiterin des Kindergartens Heidemarie Bohn im Namen des Teams, der Eltern und der Kinder.

Bürgermeister Johannes Schurr hätte der Rektorin mit dem frisch renovierten Schulhaus, dem tollen Kollegium und der engagierten Schulsozialarbeiterin für das letzte Dienstjahr „gerne mehr“ gewünscht. Die letzten Monate sei das „Schulschiff immer im Sturm unterwegs gewesen“, Blinzinger habe es verstanden „die Segel richtig zu setzen“ damit die Schulkinder-Mannschaft immer vorangekommen sei. „Die Kapitänin hat immer den Kurs gehalten“ lobte der Bürgermeister und bescheinigte Blinzinger im Namen der Gemeinde, des Gemeinderates und auch privat ein „Abschlusszeugnis“ in dem es für „Fleiß, Mitarbeit und Benehmen“ nur eine „Eins“ geben kann.

„Arbeit ist sichtbar gemachte Liebe“, mit diesem Zitat zollte die katholische Schuldekanin Ulrike Engel ihren Respekt für Blinzingers erbrachte Lebensleistung. Auch während der Pandemie habe Blinzinger die Wichtigkeit des Religionsunterrichtes erkannt, dafür dankte die Dekanin auch im Namen ihres evangelischen Kollegen Dr. Harry Jungbauer.

Blinzingers Nachfolgerin, Christine Eble, erinnerte auch im Namen des Gesamtkollegiums an Blinzingers 45 Jahre im Schuldienst, davon 27 in Spraitbach. Bezug nehmend auf das Lieblingstier der Rektorin, den Elefanten, verglich Eble ihre Kollegin mit „dem Leittier der Schule“, das Schüler, Eltern und Kollegium immer gut und sicher geführt hat - „die Elefantenhorde wird dich vermissen“.

Die Elternbeiratsvorsitzende Jessica Friedel sagte stellvertretend für alle Eltern „Ade und Danke“, Blinzinger als „Fels in der Brandung“ habe man gerne seine Kinder anvertraut. Die Reden, Ansprachen und Dankesworte wurden immer wieder durch kleine Sing- und Tanzeinlagen der Drittklässler aufgelockert, von der Musiklehrerin Sonja Felber wurde ein anrührendes „Halleluja“ zu Gehör gebracht, das Kollegium unterhielt mit einem amüsanten Sketch.

Die Segensworte vom evangelischen Pfarrer Stephan Schiek umfassten im Besonderen Susanne Blinzinger wie auch alle Anwesenden. Am Ende blieb einer zutiefst berührten Susanne Blinzinger nur noch übrig Danke zu sagen für alle, die sie in den vergangenen 27 Jahren in Spraitbach begleitet habe. Ihr „unvergleichliches Kollegium“ habe sie immer getragen und gestützt. Schulumbau und Coronapandemie hätten in den letzten vier Jahren an ihren Kräften gezehrt, jetzt freue sie sich auf ihren neuen Lebensabschnitt.

Die Kapitänin hat immer den Kurs gehalten.“

Johannes Schurr,, Bürgermeister

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