Spraitbach hat einen Platz in den Top Ten geschafft

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Spraitbach aus der Luft. Im Vordergrund die neuen Entwicklungsbereiche in den dicht aufeinander folgenden Abschnitten des Baugebiets Trögle.
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Wie lebt es sich in der Gemeinde? Wo drückt der Schuh? Das hat diese Zeitung Bürgerinnen und Bürger gefragt. Was die Teilnehmenden auf den Fragebögen auch noch notiert haben.

Spraitbach

Toll sind die Spielplätze und der Wald rund um Spraitbach. Mehr zur Unterhaltung und Freizeit für alle Altersklassen gibt es kaum“, steht es in einer der Rückmeldungen zum Ostalb-Check für Spraitbach, das es im Ranking aller Gemeinden auf der Ostalb unter die Top Ten geschafft hat. Besonders zufrieden sind die Teilnehmenden mit der Gesundheitsversorgung, dem Angebot für Senioren, der Sauberkeit, dem Einzelhandel oder der Sicherheit im Ort.

Doch gibt es auch Bereiche, die eher in Richtung Rote Karte tendieren - hauptsächlich allerdings dort, wo die Gemeinde selbst wenig Einfluss hat: So bemängeln etliche der Antwortenden die Verkehrsbelastung im Ort - „Wir wünschen uns, dass die B 297 durch Spraitbach mit 30 Stundenkilometern befahren wird.“ Oder: „Die Lkw machen so einen Lärm und fahren gefährlich durch Spraitbach. Das muss geändert werden.“ Oder: „Ortsumgehung planen.“ lauten die konkreten Anregungen.

Durchaus Wünsche offen lässt auch der über den Landkreis organisierte Öffentliche Personen-Nahverkehr (ÖPNV). Eine „bessere Taktung“ oder „Bessere Busverbindungen“ stehen hier auf der Wunschliste oder auch der Hinweis, dass man „immer ein Auto braucht“, wenn etwa kulturelle Angebote in Schwäbisch Gmünd wahrgenommen werden wollen.

Mehr an die Adresse der Gemeinde geht deshalb einerseits der Hinweis auf ein Kulturangebot, das unter dem Ostalbdurchschnitt liege. Und anderseits die dringende Bitte: „Ein sicherer Radweg von Spraitbach aus nach Mutlangen und nach Gschwend wäre wichtig.“

Maskenpflicht, Coronaregeln und die Einschränkungen für Ungeimpfte beschäftigen verständlicherweise einige der Antwortenden beim Ostalb-Check. Und es gibt den Hinweis an die Gemeindeverwaltung: „Vergesst mit lauter Digitalisierung nicht die Einwohner, die kein Handy haben. Manches muss auch analog weiterhin machbar sein.“

Über das Bemühen um die Ansiedlung von Wirtschaft und Arbeitsplätzen hinaus gibt es eine Stellungnahme, die Lärm- und Umweltschutz, aber auch das Interesse an den Jugendlichen in der Gemeinde mehr in den Fokus gerückt wissen möchte. Es gibt die Anregung, „die landwirtschaftliche Infrastruktur auf Dörfern zu erhalten und zu reaktivieren, zur Sicherung unserer Nahrungsmittelversorgung. Wir haben nur noch einen Bauern mit Viehzucht in den zugehörigen Ortsteilen.“

Der Ärger über Kirchenglocken, die nachts alle Viertelstunden schlagen, wird thematisiert, und auch Einzelerfahrungen mit Kindergarten, Schule oder Gemeinderat und Verwaltung.

Gleichzeitig gibt es Lob für den Bürgermeister Johannes Schurr - er habe schon vieles zum Positiven verbessert, heißt es da. Und schließlich, das freut die Gmünder Tagespost: „Gut dass es die Zeitung gibt. Großes Lob. Auch der Lokalteil.“

Alle Ergebnisse finden Sie auf www.tagespost.de/ostalbcheck

Es hat sich schon vieles zum Positiven verbessert.“

Statement eines Antwortenden

Ostalb-Check: Wer hat mitgemacht? Und wie viele?

An der Online-Umfrage zum Ostalb-Check beteiligten sich insgesamt 11 560 Menschen – eine enorme Resonanz. Aus Spraitbach machten 93 Teilnehmer mit.

Auf einer Skala von 1 bis 10 Punkten konnten jeweils Bewertungen in 15 Themenbereichen vergeben werden. Zumeist gab es dabei jeweils zwei Fragen. Die angegebene Note bezieht sich auf den jeweiligen Mittelwert und werden in Bezug auf alle Gemeinden berechnet.

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