Spraitbacher Fischer werden g'scheit

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Selbst hergestellte Utensilien wie etwa ein gehäkeltes Coronavirus oder ein Gurkenfass deuten Überraschungen an (v.l.): Hans Ziegler, Thomas Lang und Thomas Hanschke freuen sich aufs Jubiläum. ÌÌFoto: aks
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Warum der Fischereiverein im Jubiläumsjahr gleich mehrere Gründe zum Feiern hat und was die Aktiven in den kommenden Wochen und Monaten vorhaben. Von Anke Schwörer-Haag

Spraitbach

Eigentlich seien es gleich drei Gründe, zu feiern, scherzen die Spraitbacher Fischer fröhlich: „Der Verein wird g'scheit. Die Fischerhütte wird volljährig. Und der 'Chef' wird so alt wie das Ländle.“ Da hat die 135 Mitglieder starke Truppe schon wahrlich aus geringeren Anlässen die Korken knallen lassen, wissen die Eingeweihten.

Doch zurück Wichtigsten, zum Jubiläum 40 Jahre Fischereiverein: „Damals hat man alles noch mit Schreibmaschine getippt“, sagt der Vorsitzende Hans Ziegler, als er kurz drauf fast ehrfürchtig das Gründungsprotokoll und die von allen 18 Gründungsmitgliedern unterschriebene Satzung aus dem Ordner holt. Damals, 1982, - das war die Zeit, als die Spraitbacher Sportangler zunächst den Kürzeren gezogen hatten, als es um die Rechte für den Reichenbachstausee ging. Und sich dann doch als Verein gründeten, weil sie ein Fischwasser am Tennhöfle pachten konnten. Gründungsvorsitzender war Walter Hohl, der bald danach nach Paraguay auswanderte. Schon 1983 übernahm der Ehrenvorsitzende Dietmar Otto und 1995 dann Hans Ziegler.

Seit 40 Jahren wird das Gewässer im Tennhöfle und sein „Inhalt“ nun von den Spraitbachern gehegt und gepflegt - unzählige Arbeitsstunden haben die Aktiven hier, aber auch am Hagenbucheteich, investiert. Das belegt zum Beispiel das „Fischerblättle“.

Einmal im Jahr erscheint diese Zeitung des Fischereivereins Spraitbach, die zum 20-jährigen Bestehen im Jahr 2002 ins Leben gerufen wurde. Initiiert vom schon damals Vorsitzenden Hans Ziegler, dem die Arbeit an der Festschrift diesen Gedanken nahegelegt hatte. Das Fischerblättle dokumentiert die Höhepunkte des vergangenen und die Pläne des kommenden Jahres. Und verrät so, welch hohen Stellenwert auch die Geselligkeit und der Humor - bis hin zu den netten Fischerwitzen und -geschichten - in diesem Spraitbacher Verein haben.

Einer dieser ganz wichtige Höhepunkte war der Bau der Fischerhütte an der Hagenbuche. Ohne die, meinen Hans Ziegler, der Vereinskassier Thomas Lang und der „Hausmeister“ Thomas Hanschke übereinstimmend, würde es den Verein vermutlich nicht mehr geben. Mit großem Engagement und innerhalb von nur einem Jahr hatten die Mitglieder ihr neues Heim vor 18 Jahren gebaut. Seitdem hat das Vereinsleben eine ganz neue Qualität erreicht, finden sie.

Mit einer Jubiläumsausfahrt nach Koblenz soll der Vereinsgeburtstag gefeiert und die vor Corona so wichtige Ausflugskultur wieder aufgenommen werden. Auch beteiligen sich die Fischer mit witzigen Ideen am Festumzug des Musikvereins zum 100-jährigen Bestehen. Am 1. Juliwochenende wird es in Spraitbach zum ersten Mal einen Fischmarkt geben. Angeregt vom Hamburger Fischmarkt, verraten die Planer. Und am 28. Mai gibt es in der Hagenbuche eine offizielle Jubiläumsveranstaltung - mit Reden, Ehrungen, Fotoshows und ganz viel Geselligkeit. Denn das, betont der Vorsitzende, ist und bleibt das Wichtigste.

Es gibt zum ersten Mal einen Fischmarkt.“

Hans Ziegler,, Vorsitzender

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