Vereinsheim: FC Spraitbach und Gemeinde uneins

+
Blick über den Sportplatz auf das Vereinsheim und die Anbauten. Es geht um den mittleren Bereich mit dem überdachten Gang. ⋌Foto: Tom
  • schließen

Von derzeit grundverschiedenen Positionen sprechen die Vertreter des FC Spraitbach und die Gemeinde, wenn es um die Sanierung der Sportstätten geht. Was ist der Knackpunkt?

Spraitbach

Es ist dieser letzte Tagesordnungspunkt bei der Hauptversammlung (siehe unten), der beim Lesen ein großes Fragezeichen hinterlässt. „Sanierung der Sportstätten“, lautet der und Vorstand Ralf Lackner berichtet den Anwesenden von „intensiven Gedanken“ darüber, wie sich der FC in den gesamten Prozess einbringen könne, ohne dabei seine Handlungsfähigkeit zu gefährden. Von einer Klausur mit Verbandsvertretern und davon, dass die Positionen beider Parteien grundverschieden seien.

Worum es geht? Dazu erklärt - da sich Bürgermeister Johannes Schurr im Urlaub befindet - sein Stellvertreter Erich Pommerenke: Die Diskussion drehe sich um den Anbau am Vereinsheim. Dieser Bereich des Gebäudes, „wenn man die Treppe am Vereinsheim hinaufgeht links“, befinde sich im Besitz der Gemeinde und sei dem FC zur Nutzung stillschweigend überlassen. „Es gibt weder einen Mietvertrag noch wird eine Miete erhoben“, erklärt Pommerenke. Für die laufenden Kosten wie etwa Strom und Wasser zahle der Verein aber eine jährliche Nutzungsgebühr, ergänzt Vorsitzender Ralf Lackner später im Gespräch.

Zuständigkeit ist Streitfrage

In diesem langgezogenen Anbau befinden sich Duschen und WCs, die nur vom FC genutzt werden, die marode sind und saniert werden müssten. Und nun sei die Streitfrage, wer sich darum kümmern muss und wer dafür aufkommen müsse, sagt Erich Pommerenke. Und auch, dass ein schon vor der Pandemie in Auftrag gegebener Voranschlag ergeben habe, dass die Kosten für eine Sanierung „sehr hoch“ seien. Der Gemeinderat stehe also vor der Frage, ob die Sanierung möglich ist und wie sich dieser Aufwand rechtfertigen lasse. Im Gremium habe man sich schon mehrfach mit dem Thema befasst und es habe auch schon einen Austausch mit dem FC gegeben. Leider sei man noch nicht so weit, dass gemeinsam konstruktiv an einer Lösung gearbeitet wird, sagte Pommerenke und findet, dass gerade im Sinne einer Lösung der öffentliche Austausch von Vorwürfen als kontraproduktiv eingeschätzt wird. Und ergänzt: „Nur eines möchte ich dazu anmerken: Der Vorwurf, dass die Gemeinde zu wenig für den FC tut, ist nicht gerechtfertigt. Dazu muss man sich nur mal unsere Sportstätten angucken“, betont Pommerenke. Über das Thema werde man weiter beraten, versichert er. Und kann sich zum Beispiel auch vorstellen, dass die Gemeinde auf die Sanierung des Anbaus verzichtet und dem FC anbietet, die Infrastruktur der Sporthalle zu nutzen. Das sei eine Variante, die schon mehrfach angesprochen worden ist und nun ernsthaft geprüft werden soll.

Lesen Sie auch

Hauptversammlung: Erwartungen der Gemeinde vom FC nicht erfüllbar

Zurück zur Übersicht: Spraitbach

Kommentare