Wo der Nikolaus tolle Helfer hatte

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Was die Schechinger Jugendfeuerwehr und die Spraitbacher Gemeinde, samt Landfrauen, sich für die Kinder ausgedacht haben, die derzeit auf so viel verzichten.

Schechingen/Spraitbach

Alle Hände voll zu tun hatten die fleißigen Helfer des Nikolaus an diesem Sonntag in Schechingen und in Spraitbach. Coronabedingt hatte der Heilige Mann die Freiwillige Feuerwehr und die Landfrauen um Unterstützung gebeten. Die GT hat den Aktiven über die Schulter geschaut.

Schechinger Jugendwehr hilft

Professionell organisiert haben die Nikolaushelfer der Schechinger Jugendfeuerwehr ihre Aktion. Unter der Leitung von Jugendwart Markus Abele hat sich das Ausbildungsteam kurz vor Anbruch der Dunkelheit am Feuerwehrhaus versammelt. Parat stehen dort Transportkisten mit Geschenken für 132 Mädchen und Jungs, die offenbar richtig brav waren und deshalb einen frisch geputzten Stiefel vor das Haus stellen durften.

Um allen erwartungsfrohen Kindern gerecht zu werden, stehen vier Feuerwehrautos bereit – eines, das eigentlich längst außer Dienst gestellt ist, das Besitzer Erich Merkle aber gerne für die Aktion wieder angeworfen hat. Zum Nikolausteam zählen außerdem Daniel Schuster, Matthias Schnierer, Stephan Klotzbücher, Clemens Abele, Alexander Schmid und Marco Ziegler.

Jedes Nikolaus-Helferteam wird nun zwischen 30 und 40 Häuser ansteuern und in die dort bereit gestellten Stiefel nicht nur legen, was der Nikolaus den Kindern immer bringt – nämlich Äpfel/Mandarinen, Nüss und Mandelkern. "Wir haben für die älteren Kinder auch ein Feuerwehrquartett und für die jüngeren ein Pixie-Bilderbüchlein eingepackt", verrät Markus Abele. Dazu obendrein Informationen, wie man einen Notruf absetzt und Wissenswertes rund um den Brandschutz. Und vielleicht, das ist eine ganz leise Hoffnung der Schechinger Floriansjünger, kann die Aktion einige Kinder auch neugierig auf die Jugendfeuerwehr machen.

Gelungen ist das auf jeden Fall schon bei der insgesamt zwölfköpfigen Jugendfeuerwehrtruppe, der Markus Abele vorsteht und um die sich die Jugendbetreuer kümmern. Bei diesen Kindern fährt der Nikolaus natürlich auch vorbei und hat als Dank für ihren Einsatz zusätzlich noch eine tolle Wintermütze in den Geschenkesack gepackt.

146 Kinder warten in Spraitbach

Viele Kilometer legte die Nikolaushelfer am Sonntag in Spraitbach samt Teilorten zurück. Wobei, es war für einen Nikolaushelfer sogar zu viel an Wegstrecke, daher hatte er noch drei befreundete Nikoläuse herbeigerufen. Schließlich wollte man allen angemeldeten 146 Kindern eine Freude machen. "Dieses Jahr war besonders für die Kinder schwierig. Da soll dann wenigstens der Nikolaus persönlich vorbeikommen", begründete Eugen Allerdings sein Mitwirken.

Gemeinsam mit Vladislav Heinze, Markus Friedel und Johannes Schurr hatte er sich am Nachmittag im Rathaus getroffen, um das Nikolausgewand überzustreifen. Mit von der Partie war die Leiterin der Krabbelgruppe der Landfrauen und Initiatorin dieses Nikolausbesuchs, Melanie Baumann. "Es geht um die Botschaft, um die Symbolik", beschrieb sie. Eltern konnten ihre Kinder im Rathaus anmelden, wenn ein Besuch erwünscht war. Und so warteten 146 Mädchen und Jungs sehnlichst auf den Besuch des Nikolaus. Warm eingepackt standen die Kinder, vor der Haustür oder am Gartenzaun.

Zum Beispiel Lena und Tim in Hinterlintal, die sogar selbstgemalte Bilder bereithielten, damit Helfer Johannes Schurr sie weitergeben sollte. Als Bürgermeister freute der sich vor allem darüber, dass er noch drei andere Nikoläuse motivieren konnte zum Mitmachen. "Sonst hätte ich meine Tour heute Morgen starten müssen", sagt er lachend. So aber hatte jeder der vier Nikoläuse seine Route, ausgetüftelt von Rathausmitarbeiterin Anna Kinkel, die dafür sorgte, dass auch keines der angemeldeten Kinder vergessen wurde.

Problematischer war da der starke Nebel, so dass manches Kind befürchtete, der Nikolaus könnte sich verlaufen. Doch alles ging gut und es gab für jeden ein ganz persönliches Präsent in die Hand. Mit einem kleinen, selbstklebenden Leuchtstern. "Als Symbol für den Stern von Bethlehem", wie Melanie Baumann beschrieb. "Den können sich die Kinder ans Bett oder an den Schrank kleben. Er erinnert daran, dass Weihnachten nicht mehr fern ist." Und ein "Schoklädle" war auch noch dabei.

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