Zeitraubende Überraschungen

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Spraitbacher Gremium erhält Informationen zur Sanierung des Rathausdenkmals und legt Wassergebühren fest.

Spraitbach. Die „Klimawende in Spraitbach“ musste verschoben werden. Bürgermeister Johannes Schurr gab im Gemeinderat bekannt, dass der Vortrag über das für die Gemeinde „wichtige Thema“ ausfällt, da die Referentin, Professor Dr. Martina Hofmann von Hochschule Aalen, verhindert sei.

Beim Jahresabschluss 2021 war die Gebührenerhöhung für Wasser und Abwasser angekündigt worden, führte Kämmerer Bernhard Deiniger dann ein. Erfreulicherweise sei sie nach der neuen Kalkulation nicht so hoch, wie befürchtet. Für das Niederschlagswasser wäre ein Gebührenansatz von 38 Cent je Kubikmeter kalkulatorisch richtig, die Gemeinde dürfe aber nicht über die angekündigten Beträge hinaus erhöhen. Die Gebühren erhöhen sich von 19 Cent auf 30 Cent.

Gemeinderat Hans Ziegler bekam die Antwort, dass Spraitbach hier im Schnitt im oberen Drittel liege, andere Gemeinden zögen aber nach. Der Gebührensatz für das Schmutzwasser bleibt unverändert bei 2,85 Euro pro Kubikmeter, das Brauchwasser wird um 30 Cent erhöht und auf 2,50 Euro festgelegt.

Die Arbeiten zur Sanierung des denkmalgeschützten Rathauses gehen voran, berichtete Architekt Jürgen Bauer. Es haben sich aber immer wieder zeitraubende „Überraschungen“ gefunden. Bauer sprach von gebrochenen Stützbalken, die den Statiker nicht in Begeisterung ausbrechen ließen. Das Natursteinmauerwerk auf der Westseite bestehe unter den sichtbaren Schichten aus Bruchsteinen und habe nahezu keine Tragfähigkeit. Der Außenputz sei nicht erhaltenswert und müsse großflächig erneuert werden. Dies sei mit dem Denkmalamt nun so abgesprochen. Die Kostenschätzung lag bei 31 500 Euro, die Vergabesumme bei 26 204 Euro. Nach Vorgabe des Denkmalamtes werden Parkettböden als Dielen eingebaut. Die Kostenschätzung von 51 500 Euro wurde mit der Vergabe von 38 375 Euro ebenfalls unterschritten. Damit liege das Vorhaben momentan 168 000 Euro unter der Gesamtkostenschätzung von 1,706 Millionen Euro.

Spraitbach wird der Hausärztlichen Genossenschaft beitreten, gab Johannes Schurr bekannt und erinnerte daran, dass auf der Homepage der Gemeinde ein Spendenkonto zur Unterstützung von Ukraine-Flüchtlingen zu finden sei.

Gemeinderat Stefan Mord sprach das Ergebnis des Ostalb-Check der Gmünder Tagespost an, bei dem die Gemeinde im Bereich Verkehr und Straßen „zu Recht schlecht abgeschnitten“ habe. Die Verkehrssituation in der Gemeinde sei schon lange schlecht, langsam sollte man nach Lösungsansätzen suchen. Dem fügte der Bürgermeister kopfnickend nichts hinzu.

Schurr erinnerte, dass am Sonntag um 14 Uhr der Mehrgenerationen-Park, Kohlpark, eröffnet wird. Andrea Rohrbach

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