Der neue Zaun ist beschlossene Sache

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Auf großes Bürgerinteresse stieß der Vor-Ort-Termin am Täferroter Spielplatz mit Bürgermeister Markus Bareis. Eine Umzäunung wird kommen.
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Der Spielplatz mitten in Täferrot ist in die Jahre gekommen. Bürgermeister Markus Bareis hat sich mit Interessierten und Anwohnern getroffen, um über eine neue Gestaltung zu sprechen.

Täferrot

Einst war er ein Paradies für die Mädchen und Jungs im Ort, der Spielplatz, den die Täferroter mit ehrenamtlichem Engagement selbst gebaut hatten. Jetzt stehen wieder Bürgerinnen und Bürger hier zusammen, die mit anpacken möchten. Zuerst allerdings schwelgen sie in Erinnerungen, denn „hier haben wir schon als Kinder gespielt“, erklären die heutigen Eltern.

Doch das Paradies ist in die Jahre gekommen und in der Zwischenzeit haben sich die Vorschriften geändert. So hatte der TÜV darauf bestanden, dass die beliebte Seilbahn abgebaut wird. Rutsche, Schaukel und Wippe sind dagegen noch intakt.

Zudem hat Bürgermeister Markus Bareis mit den Gemeinderäten dafür gesorgt, dass sich im Haushalt 5000 Euro für eine Gestaltung des Spielplatzes wiederfinden. Hört sich gut an, doch beim Vor-Ort-Termin mit vielen Interessierten musste Bareis den Bürgern vorrechnen, dass die 5000 Euro wahrscheinlich gerade mal für eine Umzäunung des Spielplatzes reichen dürften. „Für Geräte bleibt da nicht viel übrig“, bedauerte er.

Braucht es diesen Zaun überhaupt? Da gehen die Meinungen auseinander: Eine Mutter setzt sich für den Schutz ein: „Ich hab‘ Angst, dass mein Kind runter zum Bach geht.“ Andere entgegnen, dass man nicht jedes Gewässer umzäunen könne, nur damit nichts passiert. Ein Senior erinnerte etwa an die Aufsichtspflicht der Erwachsenen, wenn ihre kleinen Kinder spielen. Und Bürgermeister Bareis erinnert an das tragische Ereignis in Schwäbisch Gmünd, bei dem ein Kind in der Rems ertrunken ist, die am Spielplatz entlang fließt. „Ich kann erst wieder ruhig schlafen, wenn hier ein Zaun ist“, sagt er. Auch, weil bei solchen Unfällen immer die Gemeinde, im speziellen, der Bürgermeister, haftbar gemacht würde.

Schnell ist man sich einig, dass für eine Umzäunung nicht Holz, sondern ein Stabmattenzaun beschafft werden soll. Denn Holz müsste gestrichen werden und es verwittert. „Sonst treffen wir uns in zehn Jahren wieder hier und sprechen über eine Umzäunung“, warnt ein Bürger. Einig ist man sich auch, dass nun zügig Angebote für einen solchen Zaun eingeholt werden sollen. Um diesen schnellstmöglich zu installieren.

Mit Bedauern stellt der Bürgermeister klar, dass eine Seilbahn nicht mehr installiert werden kann. Denn da sei mit Kosten weit im fünfstelligen Bereich zu rechnen. „Und wir müssen unsere Kanäle für 1,4 Millionen Euro sanieren“, verweist er auf die klamme Kassenlage der Gemeinde.

Um eventuell doch ein wenig Geld für Spielgeräte übrig zu haben, hofft Bareis auf die Beteiligung der Bürgerschaft bei der Zauninstallation. Gemeinderat und Anwohner Hermann Lindauer signalisiert, dass es durchaus Anwohner gebe, die die Ärmel dafür hochkrempeln würden. Zudem will sich der Bürgermeister auf die Suche nach Sponsoren für den Spielplatz machen. Und ein Anlieger schlägt vor, dass man Spender für Zaunabschnitte suchen könne, deren Namen dann an den Zaunstücken angebracht werden könnten.

Ideen und Engagement sind also vorhanden. Die Zukunft wird zeigen, ob vielleicht neben der Zaunanlage auch kleine Spielgeräte beschafft werden können. Bürgermeister Bareis kündigt an, dass auch er gern am Bau mitwirken wird. Doch in erster Linie soll nun die Sicherheit auf dem Spielplatz gewährleistet werden. Der Zaun hat Priorität.

Die vorhandene Sitzbank unter dem großen, schattenspendenden Baum wird innerhalb der Umzäunung sein. „Ich könnte mir dann ein Tor vorstellen“, sagt Bareis. Die Anwohner fordern, dass der Spielplatz in den späten Abend- und Nachtstunden geschlossen sein solle. Es besteht die Sorge, dass sich dort sonst noch mehr Jugendliche und junge Erwachsene treffen. „Und die haben auf den Spielgeräten nichts verloren“, befindet ein Vater und Anlieger.

Er erzählt, dass er bereits wiederholt die Polizei habe rufen müssen. „Aber das ist kein ortsspezifisches Problem“, macht Bareis hierzu deutlich.

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