Hoher Mobilfunkmast bei Täferrot gegen das Funkloch im Spatzentann

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Vodafone stellt einen entsprechenden Bauantrag in Täferrot. Wohnungen für Flüchtlinge gesucht. Kanalsanierung wird nicht bezuschusst. Mehr Steuereinnahmen.

Täferrot.

Man komme nicht drum herum. „Der Bauantrag passt und es ist privilegiert.“ Bürgermeister Markus Bareis wollte in der Täferroter Gemeinderatssitzung das Thema Errichtung einer Funksende- und Empfangsanlage für das Vodafone Mobilfunknetz und Mobilfunkdienste privater Netzbetreiber nicht unnötig in die Länge ziehen. Dabei räumte er ein: „Ich bin ehrlich gesagt glücklich, dass er kommt. Dann kann man telefonieren.“ Doch wie auch die Gemeinderäte musste er die Tatsache schlucken, dass der Sendemasten für den Mobilfunk 56 Meter hoch sein wird. Positioniert wird dieser auf der Anhöhe in Richtung Durlangen, auf der linken Seite. Vodafone hat einen privaten Grundstücksbesitzer gefunden, der die Fläche zur Verfügung stellt. Bareis bedauerte, dass es für den Mast keine gemeindeeigene Fläche gab. „Dann hätten wir wenigstens was damit verdient.“ Ingrid Bareis erkundigte sich, ob da Gewerbesteuer fließe? „Nein, es ist nur ein Mast“, antwortete Bareis. Die Höhe des Masts sei für Täferrot wichtig, damit auch nach unten ins Tal gesendet werden könne. Zudem wurde erklärt, dass dieser Mast weit ins Land strahlt. Und so etwa auch das Funkloch im Spatzentann, an der Bundesstraße 298, dann der Vergangenheit angehört.

Eine süße und eine bittere Pille hielt Verbandskämmerer Andreas Steidle für das Gremium bereit. Zum einen gab es einen Ablehnungsbescheid bezüglich einer Förderung für die erforderliche Kanalsanierung. Im Juli wird sich das Gremium damit befassen, ob nun der Kanal in zwei Abschnitten saniert, und im kommenden Jahr erneut ein Förderantrag gestellt werden soll. Zum anderen darf sich die Gemeinde aufgrund der aktuellen Maisteuerschätzung auf rund 46 300 Euro an Mehreinnahmen freuen. Beim Einkommenssteueranteil allein gibt’s 22 312 Euro mehr. Somit steigen die Finanzzuweisungen beim Grundkopfbetrag von erwarteten 1499 Euro auf 1515 Euro pro Einwohner.

„Wir brauchen dringend Wohnungen“, appellierte Markus Bareis angesichts der stetigen Anzahl an Flüchtlingen aus der Ukraine. Momentan wohnten zwölf in Täferrot, berichtete er. „Zwei arbeiten, andere besuchen Schulen und belegen Deutschkurse.“ Aber es würden immer mehr kommen. Als „riesengroßen Kraftakt“ bezeichnete er die Arbeit, die die Verwaltung durch neue Gesetzgebungen bezüglich der Flüchtlinge habe. Etwa durch die Tatsache, dass die Flüchtlinge ab 1. Juni krankenversichert und mit einer eigenen Bankkarte ausgestattet sein müssen. „Man muss sich um alles kümmern“, monierte er.

Lange Lieferzeiten und fehlende Gutachten von Herstellern verzögern nicht nur das Anlegen des Spielplatzes in Täferrot. Nun wird auch noch das Material teurer, stellte Bareis fest.

Wie auch die beiden Abgeordnetenkollegen Tim Bückner (CDU) und Martina Häusler (Grüne) zuvor so erhielt diesmal Landtagsabgeordneter Ruben Rupp (AfD) die Gelegenheit, sich den Täferroter Gemeinderäten und Bürgern vorzustellen. Allerdings wurde an ihn von diesen keine Frage gerichtet. Lediglich der Bürgermeister erkundigte sich, wie Rupp  als Oppositionspartei-Vertreter der Landesregierung Täferrot helfen könne? Rupp räumte ein, dass er nicht kundig sei über die Gemeinde. Aber Bareis solle sich melden, wenn er was benötige.

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