Leinenpflicht für Hunde am Stausee kommt

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Leinenpflicht für Hunde am Stausee in Täferrot kommt.
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Täferrot ändert seine Polizeiverordnung um zahlreichen Wildtierrissen entgegenzutreten.

Täferrot. Es seien keine schönen Bilder gewesen, die sich in den vergangenen sechs Monaten im Bereich des Hochwasserrückhaltebeckens Täferrot geboten haben, führte Bürgermeister Markus Bareis in der Gemeinderatssitzung am Mittwoch ein. Mindestens und nachweislich sechs Rehe, darunter trächtige Geißen, seien von einem oder mehreren freilaufenden Hunden gerissen worden. Nach Aussage des Jagdpächters und dem Gebiss zu Folge müsse es sich dabei um einen Hund in Größe eines Schäferhundes gehandelt haben. Ein Wolf habe ausgeschlossen werden können. Augenzeugen hätten zudem berichten können, so der Bürgermeister weiter, dass ein Reh von einem Hund in einen Zaun gehetzt wurde.

Das Problem betreffe nur die Region um den Stausee, informierte Bareis den Gemeinderat. Eine generelle Leinenpflicht in die Polizeiverordnung der Gemeinde aufzunehmen, sei rechtlich nicht möglich. Es bestehe aber die Möglichkeit, für einzelne Bereiche einen Leinenzwang einzuführen. Die meisten Hundebesitzer führten ihre Hunde zwar an der Leine, teilte der Bürgermeister mit, es sei aber in der Gemeinde eine Art „Hundetourismus“ zu verzeichnen, bei dem die Tiere unbeaufsichtigt und frei herumsprängen.

Mit dem Wissen, dass der kommende Leinenzwang für Spannungen und Diskussionen sorgen werde, beschloss der Gemeinderat einstimmig die Änderung der Polizeiverordnung.

Der Leinenzwang soll im Bereich des Stausees, beginnend am südwestlichen Ortsrand von Täferrot im Rahmen der Gemarkungsgrenzen und eingegrenzt in den Bereich zwischen K 3328 Täferrot Richtung Lindach und K 3256 Täferrot Richtung Durlangen, in die Polizeiverordnung aufgenommen werden. Nach der öffentlichen Bekanntmachung werden durch die Gemeindeverwaltung als Ortspolizeibehörde entsprechende Hinweisschilder angebracht und regelmäßige Kontrollen durchgeführt, dann sollen auch bei Verstößen Bußgelder verhängt werden.

Täferrot erhöht seine Elternbeiträge für den Besuch der Kindertagesstätte Rottalwichtel für das kommende Kindergartenjahr um 3,9 Prozent und bleibt damit bewusst hinter der Entwicklung der tatsächlichen Kostensteigerung zurück, um so den Auswirkungen der anhaltenden Krisen auf die Einrichtungen als auch den Elternhäusern gerecht zu werden.

Neue Preise fürs Mittagessen

Rund 6000 Euro im Jahr lässt sich die Gemeinde den Zuschuss für die Mittagessen der Schul- und Kindergartenkinder kosten. Der Hintergrund hierfür seien die immens gestiegenen Preise für Nahrungsmittel und Energiekosten, die den Catererservice aus wirtschaftlichen Gründen dazu zwingen die Preise zu erhöhen. Gemeinderat und Verwaltung sehen es jedoch als wichtig an, den Kindern ein hochwertiges und gesundes Essen bieten zu können. Ein Mittagessen kostete bis jetzt für Schulkinder 4,15 Euro und für Kindergartenkinder 3,75 Euro, jetzt wurde vom Lieferdienst ein neuer Preis von 5,50 Euro je Essen berechnet. Um die Preissteigerungen für die Eltern abzufedern wird jedes Mittagessen für Schulkinder mit 60 Cent und jedes Essen für Kindergartenkinder mit einem Euro, auf formlosen Antrag zu neuen Schuljahr hin, bezuschusst.

Ein düsteres Bild zeichnete Bareis für den kommenden Winter: Die Gasreserven in Deutschland werden nicht über den Winter reichen und die Täferroter Halle benötige zur Warmwasseraufbereitung „Gas ohne Ende“, die Verwaltung prüft jetzt den Einbau eines Heizpufferspeichers.

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