Mit Pinselstrich gegen Tristesse

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Rund 100 bemalte Rottalwichtel auf Metallsteckern finden sich die kommenden drei Wochen beim Kindergarten in Täferrot. Alle individuell bemalt und gestaltet.
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Alle Generationen in Täferrot griffen zur Farbe. Rund 100 bemalte Rottalwichtel zieren den Hang unterm gleichnamigen Kindergarten.

Täferrot

Wie lässt sich eine Gemeinschaftsaktion organisieren ohne dabei die Kontakt- und Abstandsregeln zu missachten? Diese Frage trieb Bürgermeister Markus Bareis um. „Ich wollte etwas auf die Beine stellen, das allen Generationen Spaß macht“, beschreibt der Täferroter Schultes.

Die zündende Idee kam ihm schließlich beim Blick auf das Logo des örtlichen Kindergartens: Rottalwichtel. So wurde die Idee geboren, lustige Gartenstecker herzustellen - ähnlich wie einst zur Gartenschau mit den Blumen und Bienen.

Bareis fand im örtlichen Schreiner Alexander Zech einen Mitstreiter, der anonym gespendetes Holz zur Verfügung stellen konnte. „Was gar nicht so einfach war, denn Holz ist momentan Mangelware“, erinnert Bareis. Zudem fand der Bürgermeister in der Schwäbisch Gmünder Firma Metall-Beck ebenfalls Mitstreiter: Sie stifteten die stabilen Metallstäbe, auf die die Holzwichtel gesteckt werden sollten.

„Ich rechnete mit einem Rücklauf von 20 oder 30 bemalten Wichtelgesichtern“, ist Markus Bareis jetzt umso erfreuter, dass fast 100 bemalte Rottalwichtel-Gesichter abgegeben wurden. Gemeinsam mit dem Bauhof sorgte der Schultes dann dafür, dass die abgegebenen Rottalwichtel mit Klarlack überzogen und schließlich auf den Metallstäben befestigt wurden. Riesigen Spaß hatte das Team beim Aufstellen derselben.

Wer jetzt einen Blick auf den Hang unterhalb des Kindergartens wirft, wird von kunterbunt bemalten Wichteln gegrüßt. Jeder einzelne individuell gestaltet und bemalt. Auch ein Wichtel, der stark an einen Schlumpf erinnert, ist dabei. Oder einer, der sogar ganz brav seinen Corona-Mundschutz trägt. Andere wirken eher spartanisch, - nur mit Augen und Ohren ist das Holz bemalt. Aber stets von Hand gemacht. Jung und Alt aus Täferrot hat damit bewiesen, wie viel Kreativität und Fantasie in den Menschen steckt. Der Blick auf die Wichtelstecker zeigt nämlich außerdem, dass hier nicht nur die Kinder, sondern auch Eltern oder Großeltern zu Pinsel und Farbe gegriffen haben. Eine echte Gemeinschaftsaktion der Generationen ist so entstanden.

In den kommenden zwei bis drei Wochen können die Rottalwichtel noch am Hang in Augenschein genommen werden. „Dann nimmt jeder seinen selbst gestalteten Sticker mit nach Hause und kann damit den Garten dekorieren. Je nach Geschmack“, kündigt Bürgermeister Markus Bareis an.

Und freut sich, dass diese Aktion, die im Lockdown quasi aus der Not heraus geboren wurde, so viel Anklang fand. „Meine Täferroter sind sehr engagiert“, lobt der Bürgermeister stolz.

Ich hab mit etwa 30 Wichteln gerechnet.“

Markus Bareis,, Bürgermeister

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