Wie Täferroter sich ihren Spielplatz vorstellen

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V. r.: Bürgermeister Markus Bareis ehrt Annette Broos und Markus Schelmbauer für 25 Mal Blutspenden.

Das detaillierte Konzept einer Privatinitiative stößt im Gremium auf großes Lob.

Täferrot. Blutspender sind Lebensretter, die immer gebraucht werden, sagte Täferrots Bürgermeister Markus Bareis zur Blutspenderehrung in der Gemeinderatssitzung am Donnerstag. Die derzeitige Lage erleichtere es den Blutspendern nicht, in ausreichenden Mengen zu spenden. Bareis nahm die Sitzung zum Anlass, allen Blutspendern ein „herzliches Dankeschön“ zu übermitteln. Annette Bross und Markus Schelmbauer sprach er für jeweils 25 Blutspenden seine Anerkennung aus.

Der Spielplatz in Täferrot verfolge die Gemeinde schon länger, sagte Bareis. Eine private Initiative von Bürgern aus der Gemeinde habe jetzt ein Konzept für eine Umgestaltung des Spielplatzes ausgearbeitet, Mona Brunner und Matthias Kern präsentierten Details. Die Planungen sehen ein Spielangebot für Kinder von drei bis 14 Jahren vor. Für die Sicherheit der Kinder ist ein das Gelände umlaufender, 1,40 Meter hoher Zaun geplant. In den Spielplatz hinein geht es durch eine Tür, deren Breite auch für Doppel-Kinderwagen, Rollatoren oder Rollstühle ausreicht. Das Gelände soll um eine Bank mit Tisch erweitert werden. Da die alten Spielgeräte zum Großteil nicht mehr zu benutzen sind, soll am Platz der alten Rutsche ein Spielgerät mit zwei Türmen, einer Rutsche und verschiedenen Klettermöglichkeiten aufgestellt werden. Weiter sind zwei Federtiere und ein Sandkasten vorgesehen. Die Schaukel wird mit einem Babyschaukelsitz ausgestattet, der zweite Sitz kann aus dem Altbestand übernommen werden. In Absprache mit Feuerwehrkommandant Michael Kochendörfer würde die Täferroter Wehr die Baggerarbeiten für den Rückbau und den Abbau der Geräte übernehmen.

Über die Finanzierung hat sich die Initiative ebenfalls Gedanken gemacht. Sie habe bereits „die Fühler ausgestreckt“ und bei einigen Firmen gute Rabatte ausgehandelt. So würden die geplanten Bäume von einer Baumschule gesponsert, für den Zaun könnte sich die Initiative „Zaunspenden“ vorstellen, die einzelnen Elemente könnten von Bürgern gegen den Betrag von 100 Euro gespendet werden. Der Initiative schwebt eine „Personalisierung“ eines jeden gespendeten Zaunelements mit Namensschild der Spendenden vor. Mona Brunner sprach von einer Gesamtsumme „unter 6000 Euro“, trotzdem entsprächen alle Spielgeräte der Sicherheitsnorm.

Applaus fürs Konzept

Das „super ausgearbeitete und überzeugende“ Konzept fand nicht nur die Zustimmung des Bürgermeisters, die Planer wurden mit Applaus bedacht. Für Bareis stand nach der Präsentation fest: Die Gemeinde wird das Konzept weiterverfolgen, exakte Preise sind einzuholen, danach sollen die Planungen zur Beschlussfassung erneut auf die Tagesordnung des Gemeinderats kommen.

Behördengänge digital

Das Bundes-Online-Zugangs-Gesetz (OZG) werde die Kommune vor große Aufgaben stellen, meinte Bareis, das Gesetz sieht vor, dass bis Anfang 2023 sämtliche Behördengänge einschließlich Zahlungsvorgängen für Bürger digital möglich sind. EDV-Berater Udo Schairer von Schairer IT Service stellte die Anforderungen für Täferrot vor. Bei 161 Leistungen müsste die Verwaltung dafür sorgen, dass sämtliche Formulare online ausfüllbar sind. Dies erfordere für beide Seiten ein Konto beim Serviceportal des Landes sowie elektronischen Zahlungsverkehr. Schairer bot ein exakt auf die Gemeinde zugeschnittenes Programm an.

Kein Gemeindemitarbeiter könne das OZG selbst umsetzen, sagte Bareis. Täferrot wird vor einer Entscheidung weitere Angebote einholen. aro

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