Trauer über den Tod von Klaus Micklitz

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Gründungsmitglied des Bilderhausvereins: Klaus Micklitz

Er gab der Kulturinitiative das Unverwechselbare. Bilderhausteam erinnert an Gründungsmitglieder.

Gschwend/Schwäbisch Gmünd. Die Musikwinter-Macher im Bilderhausverein trauern um einen der Ihren: Klaus Micklitz ist am 11. April im Alter von 83 Jahren gestorben.

Ihren Gedenken stellen die Trauernden ein Zitat von Claus Peymann voran: „Ich glaube an die Erziehung des Menschen durch die Kunst, weil sie – wenn sie gut ist – etwas mit dem Auffinden von Wahrheit zu tun hat“, hat der große Regisseur einmal formuliert.

Einer, der zeitlebens mit seiner Form und Bildsprache um diese Wahrheit gerungen hat, war Klaus Micklitz. Für ihn und seine Frau Ellen waren das Bilderhaus und der Musikwinter von der Gründung vor 35 Jahren bis zu ihrem Tod ein wesentlicher Teil ihres Lebens.

„Wie sähe die Geschichte unserer einzigartigen Kulturinitiative ohne die beiden aus? Ohne den Zauber der von ihnen für die Konzerte verwandelten Gemeindehalle? Ohne die Ästhetik der grafischen Kunst von Klaus? Ohne die zeitlose Schönheit seiner Plakate, Programmhefte und Anzeigen? Nicht denk- und fühlbar. Vor allem nicht sichtbar“, ist das Team überzeugt.

Klaus Micklitz sei mit seiner „Handschrift“ das in der Öffentlichkeit Identität stiftende Gesicht des Musikwinters sowie sein ästhetisch-moralisch-künstlerisches Gewissen gewesen. „Er war es, der uns alle in vielen Details der Entscheidungen herausgefordert und diese immer wieder justiert hat. Frech, neugierig, herausfordernd, empathisch, freundschaftlich und immer mit vollem Engagement. Ohne ihn wäre der Musikwinter in dieser Form und Qualität nicht Wirklichkeit geworden. Wo Ellen und Klaus waren, war Leben. Leben in seiner Fülle, Vielfalt und Schönheit. In seinen Höhen und Abgründen. Wir vermissen Euch, Ellen und Klaus.“

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