Trotz Elternkritik - Kindergarten wird 3,9 Prozent teurer

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Beschlossen im Gemeinderat: Bedtreuung im Kindergarten wird teurer in Durlangen.
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Diskussion in Durlangen über Kindergartengebühren und Gassparmaßnahmen.

Durlangen. Sollen die Kindergartengebühren in Durlangen um 3,9 Prozent erhöht werden? Darüber diskutierte der Gemeinderat ausführlich. Die Sicherstellung des Betreuungsangebot bei der Kindergartenkinderbetreuung beanspruche die Träger hinsichtlich der steigenden Personalkosten, der erhöhten Inflationsraten, des hohen organisatorischen Aufwands und der hohen Sachkosten extrem, erläuterte Bürgermeister Dieter Gerstlauer. Der Elternbeirat des Kindergarten Pusteblume habe sich allerdings gegen die „geringfügige“ Erhöhung ausgesprochen. Und der Elternbeirat der Kindertagesstätte Pusteblume bewerte die Erhöhung vor dem Hintergrund der aktuell rasant zunehmenden Belastungen, denen junge Familien ausgesetzt sind, sehr kritisch. Junge Familien seien „das letzte Glied“ in der Kette, die die Belastung nicht, auch nicht teilweise, an andere Kostenträger weitergeben können.

Bärbel Kenner stellte sich hinter den Elternbeirat und war wie auch Anja Fischer der Ansicht, die erhöhten Beiträge würden manche Familien über Gebühr belasten. De Bürgermeister widersprach:  Die soziale Gerechtigkeit sei in Durlangen gewahrt, besonders sozial schwache Familien könnten sich finanzielle Unterstützung holen. Matthias Hägele sprach davon, dass die Kindergartengebühren derzeit in Durlangen „an der unteren Grenze“ angesetzt seien. Daniel Bader war für eine Erhöhung und schloss sich Hägele an, Durlangen sei schon immer an der unteren und damit familienfreundlichen Beitragsgrenze. Und: „gute Leistung kostet Geld“. Am Ende stimmte das Gremium mehrheitlich für die Erhöhung.

Vorausschauend auf die drohende "Gasmangellage" will auch Durlangen versuchen Gas einzusparen. Eine Absenkung der Raumtemperaturen in öffentlichen Gebäuden wurde vom Gremium einstimmig befürwortet, die vorgeschlagene Nichtwiedereröffnung des Lehrschwimmbades nach den Sommerferien wurde abgelehnt.

Die Planung zur Einführung einer neuen Bestattungsform auf dem Friedhof in Zimmerbach für Urnengräber als „naturnahe Bestattung unter Bäumen“ wurde ausgesetzt. Das Gremium möchte sich bei einem Vor-Ort-Termin mit dem Planungsbüro weitere Informationen einholen.

Grundsätzlich soll ein Geh- und Radweg als Verbindung der Ludwig-Bölkow-Straße zum Feldweg Bühlstraße gebaut werden. Eine vorgeschlagene Alternative in Pflasterbauweise wurde abgelehnt, der Geh- und Radweg soll als Rasenweg erstellt werden, der bei Bedarf gemäht werden muss. Zur Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung im Schwäbischen Wald schließt sich die Gemeinde der hausärztlichen Genossenschaft MEDWALD mit zwei Geschäftsanteilen zu je 1000 Euro an.

Über die Schulsozialarbeit an der Christoph-von-Schmid-Grundschule hat der Bürgermeister „nur positive Rückmeldungen“ erhalten, Schulsozialarbeiterin Annika Golob gab einen Tätigkeitsbericht über das vergangene Schuljahr ab und zeigte sich erfreut, dass ihre Arbeit seit wieder in Präsenz unterrichtet werden kann, eine andere Qualität habe. Der Beratungsbedarf und die Begleitung von Einzelnen habe aber stark zugenommen.

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