Viel Geld für Mutlantis und Kläranlage

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4,5 Millionen für die neue Kläranlage in Mutlangen: Im August 2021 soll die Kläranlage betriebsbereit sein. Der Gemeinderat stimmte am Mittwoch für eine Erhöhung der Abwassergebühr.

2021 werden die Weichen für große Vorhaben in Mutlangen durch deren Planungen gestellt. Der Gemeinderat legte am Mittwoch die Vorhaben fest.

Mutlangen

Die Gemeinde möchte 2021 rund 4,8 Millionen Euro für Investitionen im Finanzhaushalt ausgeben. Welche Vorhaben das kommende Jahr prägen werden, wurde am Mittwoch in der Gemeinderatssitzung festgezurrt. Als die beiden größten Brocken präsentieren sich die Teilsanierung des Mutlantis in Höhe von rund 1,9 Millionen Euro sowie die Modernisierung der Kläranlage mit einer Rate von 2,65 Millionen Euro. Hinzu gesellt sich unter anderem die erste Rate für die Neubeschaffung einer Drehleiter mit rund 224 000 Euro und 450 000 Euro für Grunderwerb für ein neues Gewerbegebiet. Hierzu merkte Kämmerer Friedrich Lange an, dass es hier künftig entsprechenden Rückfluss geben wird, wenn die Plätze verkauft werden.

Die Erweiterung der Kinderbetreuungseinrichtung Lämmle ist mit rund 770 000 Euro vorgesehen. Straßensanierungen im Bereich Garten- und Blumenstraße für rund 150 000 Euro sind geplant. Außerdem wird ein Spielplatz, der sich im Bebauungsplan befindet, im Gebiet "Benzweisen" für 70 000 Euro angelegt. Hier hakte Felix Fauser (Grüne) ein: "Das muss billiger gehen. Für mich sind die Kosten für Spielplätze immer der Wahnsinn." Bürgermeisterin Stephanie Eßwein stellte aber bedauernd fest: "Spielgeräte kosten sehr viel." Melanie Kaim (UWL) hatte ein Problem damit, dass 40 000 Euro für Umbauten in der Küche des Forums mit Blick auf einen eventuellen Pächter vorgeschlagen waren. Sie bezweifelte, dass 2021 jemand aufgrund der Pandemie hier starten wird. Die Bürgermeisterin kam mit dem Kompromiss, lediglich 20 000 Euro als "Merkposten" im Etat vorzusehen. Darauf einigte man sich.

Bezüglich des vorgeschlagenen Sonnenschutzes für den Pfersbacher Spielplatz bat Rose Gaiser (SPD) darum, sich alle Spielplätze zwecks Beschattung anzusehen. Die Verwaltung sagte dies zu. Vor allem durch Baumpflanzungen soll es Schatten geben. Was nicht nur Julia Windschüttl (Grüne) sehr begrüßte.

Der Blick in den Verwaltungsvorschlag zum Ergebnishaushalt 2021 zeigte unter anderem einen Fußgängerüberweg an der Hauptstraße, Höhe Grundschule, für 24 000 Euro. Melanie Kaim sah dessen Anlegung als "das Höchste der Gefühle" an. Sie forderte dazu auf, schriftlich darzulegen, dass nicht in Zukunft eine Fußgängerampel gefordert werden soll. Vielmehr solle man sich ans Schulwegkonzept halten. Monika Offenloch bedankte sich dafür, dass ein Fußgängerüberweg angelegt wird. Rose Gaiser (SPD) wünschte sich keine Diskussion zum Überweg: "Da geht es um die Sicherheit der Kinder, aller Fußgänger." Alle Vorschläge der Verwaltung zum Ergebnis- und zum Finanzhaushalt wurden angenommen. Jetzt werden sich diese im Etatentwurf wiederfinden, der im Januar 2021 offiziell eingebracht wird.

Die Trägerschaft des Waldnaturkindergartens wird der Verein Wippidu übernehmen. Dieser ist bereits Träger der Kleinkindbetreuung im Lämmle. Im Etat finden sich 80 000 Euro für dessen Einrichtung. Etwa für den Bau der Schutzhütte.

Lange erläuterte die Gebührenkalkulation fürs Wasser und Abwasser. Sein Vortrag ließ keine Fragen offen, die Gebührenerhöhung beim Abwasser wurde einstimmig beschlossen. Die Gebühr erhöht sich 2021 von 1,74 Euro auf 2,19 Euro. Und in einem zweiten Schritt 2022 von 2,19 auf 2,46 Euro. Die Wassergebühr bleibt unangetastet. Durch die Gebührenerhöhung wird der Modernisierung der Kläranlage für 4,5 Millionen Euro sowie deren Abschreibung Tribut gezollt.

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