Von der Bildung bis zur Bewegung

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Für mehrere Millionen Euro muss die Hornbergschule, die weiterführende Schule für viele Jugendliche im Schwäbischen Wald ist, in den kommenden Jahren saniert werden. Das Konzept gewinne zunehmend an Kontur. Haus2 kann nun doch erhalten werden.
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Was die Gemeinden im Schwäbischen Wald im angehenden Jahr an Projekten auf ihrer Agenda stehen haben und welche größeren Herausforderungen zu bewältigen sind.

Schwäbischer Wald

Erhalt und Modernisierung der Infrastruktur bleiben die Hauptaufgaben der Gemeinden im Schwäbischen Wald. Besonders die Vorgaben für die Kinderbetreuung führen zu stattlichen Investitionen. Insgesamt kann keine der Gemeinden - mit Blick auf Corona und die Vorgaben zur nachhaltigen Haushaltsführung - finanziell große Sprünge machen. Trotzdem tut sich einiges.

In Mutlangen wächst zurzeit zügig der Anbau ans Kinderhaus "Lämmle". Und, der finanziell dickste Brocken, die Sanierungsschritte an der Hornbergschule werden immer konkreter. Erfreut hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung beschließen dürfen, dass der Bau?2 doch nicht abgerissen wird und insgesamt auch Einsparungen möglich sind. Weiter vorangetrieben wird 2022 die Sanierung von Kanälen, Anschlüssen und Fahrbahnen im Bereich Blumenstraße/Gartenstraße; Themen auf der Agenda bleiben unter anderem das Gewerbegebiet Wasserstall-Ost und das Baugebiet Auäcker in Pfersbach. Und die Feuerwehr, die aktuell schon fleißig mit der neuen Drehleiter übt, kann die Detailplanung für das HLF?10 in Angriff nehmen.

In Durlangen will sich die Gemeinde in Sachen innerörtlicher Bebauung in Zimmerbach engagierten. Außerdem wird hier auf dem Friedhof die Sanierung der Aussegnungshalle umgesetzt. Auch das Gewerbegebiet Unterer Bühl soll erweitert werden. Im Baugebiet Großacker sind mittlerweile alle Plätze verkauft.

In Ruppertshofen ist für 2022 einen ?ruhige Runde? geplant, was die Investitionen betrifft. Zunächst muss die Finanzierung des neuen Kindergarten "Pfiffikus" abgeschlossen werden. Weiter vorangetrieben werden dürfte aber trotzdem der Kanal-Sanierungsabschnitt Ruppertshofen-Nord, für den die Gemeinde sich beträchtliche Zuschüsse erhofft. Freuen können sich die sportbegeisterten Jugendlichen. Der Pumptrack, für den sich eine private Initiative stark eingesetzt und den die Gemeinde unterstützt hat, könnte 2022 tatsächlich Gestalt annehmen.

In Spraitbach könnte das laufende Jahr auch zu einem, im positiven Sinn, bewegten Jahr werden. Denn sobald die Pandemie es zulässt, dürfte der bereits fertiggestellte Generationenspielplatz Kohl seiner Bestimmung übergeben werden. Ein weiterer Grund, kräftig zu feiern, wird für die dann schon 726 Jahre alte Gemeinde das Jubiläum des Musikvereins werden. Die Vorbereitungen für ein Event, das dem 100. Geburtstag gerecht wird, sind im vollen Gang. Ebenso am Laufen: die Sanierung des denkmalgeschützten Rathaus-Altbaus. Ein Teil der Ortskernsanierung, die sowohl privaten Bauherren als auch der Gemeinde weitere Entwicklungsmöglichkeiten bietet.

In Täferrot will man für 2022 kleine Brötchen backen. Für die Feuerwehr soll ein gebrauchtes Fahrzeug angeschafft werden. Im Hauptort und in Tierhaupten werden weitere Kanäle saniert. Auch hier rechnet man mit stattlichen Zuschüssen. Und die Dorfgemeinschaft Utzstetten könnte 2022 ins Waaghäusle "einziehen", nachdem der Gemeinderat vor wenigen Wochen einer pachtfreien Überlassung zugestimmt hat.

In Gschwend dürfte 2022 einiges in Bewegung kommen - mit langfristigem Blick auf die Ortskernsanierung und den Rathaus- Um-, An- oder Neubau. Für Letzteres ist eine Planungsrate von 100?000 Euro im Haushalt eingestellt. Zunächst erhält aber der Bauhof einen Ersatz für die von ihm genutzte Halle, die im Sanierungsgebiet liegt. Für die Feuerwehr gibt es eine Containerlösung, um den schlimmsten Raumproblemen zu begegnen, bis man sich 2026 an das Projekt Rettungszentrum macht. Zügig weiter geht es mit der Breitbandversorgung, die in der Flächengemeinde eine beträchtliche Herausforderung bedeutet. Hierfür rechnet die Gemeinde mit einem hohen Bundeszuschuss. Und wenn die erhoffte Finanzspritze aus dem EU-Programm Leader fließt, könnte auch der Mehrgenerationen-Freizeit-Erholungspark am Badsee Wirklichkeit werden.

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