Waffelvariationen: Anne Kühnen eröffnet auf dem Linsenhof ihre "Waffeley"

+
Waffeley Linsenhof Gschwend
  • schließen

Anne Kühnen lässt sich nicht unterkriegen und wird demnächst auf dem Linsenhof bei Gschwend ihre „Waffeley“ öffnen. Was geplant ist.

Gschwend-Linsenhof

Zuweilen ist es ungerecht, das Leben. Zumindest auf den ersten Blick. Um dann, wenn die Durststrecke endet, ungeahnte Perspektiven zu bieten. Anne Kühnen hat diese Erfahrung gemacht und sagt mittlerweile: „Es geht mir gut und wir haben es doch herrlich hier.“ Wir? Das sind Anne, ihre Freunde, ihre Tiere und all ihre großen Pläne, die jetzt endlich konkret werden können.

Schon einmal hat Anne Kühnen, die aus dem Remstal stammt, richtig Glück gehabt, wie sie erzählt. Damals, als sie mit ihrem Mann gemeinsam den Linsenhof pachten konnte - abgeschieden zwar, aber wunderschön gelegen. Mit jeder Menge Platz für ihre Shire Horses, die als größte Pferderasse der Welt gelten, für ihre Hühner, für die vier Hunde, die an diesem Vormittag auf der Veranda gemütlich in der Sonne schlafen.

Anne Kühnen erzählt derweil weiter: Wie sie plötzlich nach 24 Ehejahren allein dastand - „für mich kam das total überraschend“. Wie sie sich dann aber wieder aufrappeln konnte, weil die Familie hinter ihr stand und gute Freunde. „Starke Frauen heulen zwei Wochen und packen dann an“, blickt Anne Kühnen achselzuckend zurück. Denn inzwischen kann sie stolz sein auf das, was auf dem Linsenhof entsteht: ein Ausflugsziel für Wanderer und Radfahrer, für Reiter und Kutschen und Planwagenfahrten, für Mittelalterfeste oder runde Geburtstage. Für solche Gäste, die die Natur schätzen, das Urtümliche, hat Anne Kühnen an einen frei stehenden Schuppen auf dem Linsenhof eine moderne Küche mit Speisenausgabe angebaut. Mit ihrer Freundin Petra Ritter wird sie hier zusammen eine „Waffeley“ eröffnen. Denn Waffeln in allen Variationen sollen die unverwechselbare Spezialität an diesem Ort sein. Natürlich, sagt Kühnen, gebe es auch anderes: Kaffee und Kuchen, Dosenwurst oder später womöglich auch Damwild, Fisch, Produkte aus der Region. Zum Beispiel Variationen aus den Eiern der 22 Hühner, die geradezu idyllisch auf dem Linsenhof leben und Anne Kühnens ganzer Stolz sind. Ideenreichtum und Kreativität der Macherinnen kennen da keine Grenzen. Und ihr Konzept war immerhin so überzeugend, dass sie mit Unterstützung von Bürgermeister Christoph Hald den Vergabeausschuss überzeugen und für die „Waffeley“ einen Leader-Zuschuss erreichten.

Neben dem Schuppen, auf dem alten Reitplatz am Linsenhof, wird Anne Kühnen einen Holzboden verlegen und ein Zelt aufbauen. Gemütlich eingerichtet, soll es ihren Gästen an den Tagen Schutz bieten, an denen die Sonne nicht ins Freie lockt. Auf der Wiese direkt im Anschluss könnten interessierte Gruppen zum Beispiel ihre mittelalterlichen Zelte aufbauen und auch mal ein paar Tage stehen lassen, blickt sie in die Zukunft.

Irgendwann jetzt im November werde die „Waffeley“ an den Start gehen. „Sobald die Spülmaschine da ist und zwei Wochenenden Arbeit werden wir wohl noch reinstecken“, vermutet Anne Kühnen. Als erstes Event schwebt ihr ein kleiner Adventsmarkt vor - als Auftakt für einen geselligen Treffpunkt, der die „Waffeley“ werden soll. Ein Ort der Begegnung, von dem aus das Lachen in den Wald schallt“, hofft Anne Kühnen, ein Ort, an dem jeder willkommen sei. Sogar eine E-Bike-Ladestation wird sie installieren und da die „Waffeley“ an der einzigen ebenen Stelle des Linsenhofs platziert ist, sei das Areal auch einigermaßen behindertengerecht.

Ein kleiner Adventsmarkt wär zum Auftakt schön.“

Anne Kühnen
Waffeley Linsenhof Gschwend
Waffeley Linsenhof Gschwend
Waffeley Linsenhof Gschwend
Waffeley Linsenhof Gschwend

Zurück zur Übersicht: Schwäbischer Wald

Kommentare