Welche Investitionen in Mutlangen anstehen

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Am Dienstag haben sich 35 Interessierte zu einer mobile Einwohnerversammlung in Mutlangen getroffen. Zusammen mit Bürgermeisterin Stephanie Eßwein und Hauptamtsleiter Fabian Beißwenger ging es per Fahrrad zu wichtigen Projekten der Gemeinde. Foto: Tom
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Auf einer radelnden Einwohnerversammlung demonstriert die Verwaltung: Wo investiert Mutlangen, was passiert gerade?

Mutlangen. Was passiert in Mutlangen, worin wird derzeit investiert, was steht an? Viele dieser Fragen konnte Bürgermeisterin Stephanie Eßwein am Dienstag beantworten. 35 Teilnehmer trafen sich dazu auf dem Lammplatz, um per Drahtesel durch die Gemeinde zu radeln, sich über Projekte zu informieren und zu erfahren, wie viel die Verwaltung investiert.

In den letzten Zügen liegen die Arbeiten bei der Kindertagesstätte „Lämmle“: Die Einrichtung musste um zwei Gruppen erweitert werden, um dem bestehenden Mangel an Plätzen mit verlängerten Öffnungszeiten entgegen zu treten. 1,25 Millionen Euro nimmt die Gemeinde dafür in die Hand. Viel Geld, aber „es lohnt sich immer, in die Zukunft der Kinder zu investieren“, so Bürgermeisterin Eßwein.

Der Abriss der ehemaligen Flüchtlingsunterkunft in der Wetzgauer Straße schlägt mit geschätzten 40 000 Euro zu Buche. Für einen Neubau im Gewerbegebiet „Nord“ sind 1,185 Millionen Euro eingeplant, eine Bewerbung fürs Förderprogramm ist gestellt. Die an der Stauferklinik entstehende Betriebs KiTa belastet die Mutlanger Gemeindekasse zwar nicht, war der Bürgermeisterin aber trotzdem einen Besuch wert. Immerhin kann die KiTa nach der Fertigstellung die gemeindlichen Kindertagesplätze entlasten. Die zentrale Notaufnahme am Klinikum soll im Juni 2023 eröffnet werden.

Mit relativ geringem finanziellem Aufwand konnte der Waldnaturkindergarten „Distelfinken“ auf der Friedenswiese bei der Heide im vergangenen September in Betrieb genommen werden. Für 125 000 Euro, die mit 58 500 Euro bezuschusst wurden, konnte hier eine Holzschutzhütte errichtet werden, das Gelände ist umzäunt. „Der Kindergarten wird sehr gut angenommen“, freut sich Hauptamtsleiter Fabian Beißwenger.

Dass viele große Investitionen von außen gar nicht sichtbar sind, wurde beim Besuch des Hallenbades „Mutlantis“ deutlich. Die Sanierung werde 2,85 Millionen Euro verschlingen, sei aber „absolut unumgänglich“. Ab den Herbstferien soll hier mit der energetischen Sanierung begonnen werden, das Sportbecken wird durch ein Edelstahlbecken ersetzt und die Badewassertechnik muss erneuert werden. Mutlangen konnte hierfür einen Bundeszuschuss in Höhe von 1,235 Millionen Euro verbuchen. Am „Mutlantis“ entsteht ein Bewegungsparcours. Dessen Geräte sollen allen Altersgruppen gerecht werden. Und das Schönste am Parcours: „Er wird rein aus Spenden finanziert“, freut sich der Hauptamtsleiter und informiert, dass noch mehr bewegt werde in Mutlangen. 1,85 Millionen Euro seien für den ersten Bauabschnitt der Sanierung Blumen- und Gartenstraße eingeplant. Hier erhalte die Gemeinde einen Zuschuss über 455 000 Euro. Hier müssen die Wasser- und Abwasserleitungen ausgewechselt und Vorbereitungen für die Breitbandversorgung getroffen werden. Zudem ist unter anderem die Erneuerung der Straßenbeleuchtung vorgesehen.

Feuerwehr: So ist der Stand

Zum Abschluss führte die mobile Einwohnerversammlung zur Freiwilligen Feuerwehr Mutlangen. Hier wartete ein deftiges Vesper, eine Fahrt mit der Drehleiter in luftige Höhen und Kommandant Daniel Hirsch informierte über die Kosten, die die Gemeinde für die die Schlagkraft der Wehr investiert. Die im Januar in Dienst gestellte Drehleiter habe 711 000 Euro gekostet, ein 337 000-Euro-Zuschuss dafür Entlastung gebracht. Der Gerätewagen Logistik, der für die verschiedensten Einsatzszenarien beladen werden kann, lag nach Abzug der Zuschüsse bei 280 000 Euro. Das bestellte HLF 10 wird nach Abzug der Zuschüsse 433 000 Euro kosten. Das Lob der Bürgermeisterin galt der Wehr, die in viel Eigenleistung die Lagermöglichkeiten der Gerätschaft erweitert hat und einen Damen-Sanitärbereich schuf.

Kommandant Hirsch sagte, das Gebäude aus dem Jahr 1984 brauche eine Sanierung. Die Personalfläche sei für die Personalstärke nicht mehr ausgelegt, auch die Zu- und Abfahrt der Feuerwehrmitglieder beim Einsatz sorge im Wohngebiet oft für „brenzlige Situationen“.

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