Wenn die EU der Waffelbäckerin hilft

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Eröffnung der "Waffeley" in Gchwend im kleinen Kreis. Bürgermeister Christoph Hald freut sich mit den beiden Betreiberinnen Petra Ritter und Anne Kühnen (r.) über den LEADER-Zuschuss.
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Kulinarisches Ausflugsziel für Waldspaziergänger: Die „Waffeley“ beim Linsenhof 3 in Gschwend ist eröffnet worden - ein „LEADER“-Zuschuss hat dazu beigetragen.

Gschwend

Es duftet nach Waffeln. Sehr anziehend für Spaziergänger im Wald bei Gschwend, denn damit rechnet man hier in der Natur schließlich nicht.

Im Anbau der Scheune auf dem Linsenhof wartet die Gastgeberin: Petra Ritter. Sie bestückt an diesem Samstag ihr Waffeleisen mit Teig. Denn nun eröffnete die „Waffeley“ beim Linsenhof 3. Und ihre Geschäftspartnerin und Freundin Anne Kühnen bereitet derweil den Glühwein vor.

Ein großer Tag, denn der Traum der beiden Frauen wird Wirklichkeit. Was mit einer Planung im Oktober 2020 begann, ist nun Realität. Durch beherztes Anpacken, durch hilfreiche Freunde, einen starken Familienverband und durch einen Zuschuss des europäischen Förderprogramms LEADER.

Die „Waffeley“ ist entstanden und kann nun die Gäste bewirten. Die, die beim Gang durch den Forst Appetit bekommen haben und sich eine Rast gönnen möchten sind ab sofort an den Adventssonntagen willkommen, ab dem Frühjahr dann samstags und sonntags. Die Gäste dürfen sich auf süße und herzhafte Waffeln freuen, mal mit Zucker und Marmelade, mal mit Leberwurst und Sauerkraut auf die deftige Art. Und: „Wir reagieren flexibel, je nach Wetter“, fügt Anne Kühnen hinzu.

Fünf Projekte gefördert

Im Frühjahr soll es die offizielle Einweihung geben. Doch am vergangenen Samstag waren die geladen, die beim Umsetzen der Idee mithalfen. Darunter auch Gäste wie Gschwends Bürgermeister Christoph Hald, der beim Ausfüllen der Formulare für den LEADER-Zuschussantrag half.

Und der sich am Samstag für die beiden Damen freute, die für die „Waffeley“ eine Gbr gründeten. Stolz verkündet er, dass insgesamt fünf Anträge aus der Gemeinde Gschwend eingereicht wurden, alle fünf haben den Zuschuss fürs jeweilige Kleinprojekt erhalten. Neben der „Waffeley“ auch der Wasserspielplatz am Dorfhaus in Frickenhofen, der Schwäbische Albverein für Sanierungen im Außenbereich des Hagbergturms, der Verein „Bilderhaus“ für seine Tontechnik und etwa das Backhäusle der Dorfgemeinschaft in Schlechtbach. . Wobei die „Waffeley“ das einzige Privatprojekt ist.

Ein Alleinstellungsmerkmal

Auch die Gemeinderäte Karl Altvater, Joachim Hauenstein und Isolde Schuster sind bei der Eröffnungsfeier. Jede Belebung der Bewirtschaftung sei gut für die Gemeinde, findet Altvater. Hauenstein sagt: „Die Waffeley kommt gerade recht. Hier ist ein Juwel mit vielen Ideen entstanden.“ Er sieht die „Waffeley“ als Alleinstellungsmerkmal im Außenbereich für den sanften Tourismus im Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald. „Und Waffeln mag jeder“, nickt Gemeinderätin Isolde Schuster. Sie freut sich vor allem für die wandernden Familien, die hier ein Ausflugsziel bekommen.

Jede Belebung der Bewirtschaftung ist gut.“

Karl Altvater, Gemeinderat

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