Wie die Mutlanger ihre Zukunft sehen

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Wohnen ist ein wichtiges Schwerpunktthema beim Gemeinderat und bei den Bürgerinnen und Bürgern. Hohe Priorität haben die Innenentwicklung, verdichtetes Bauen und das Schließen von Baulücken.
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Weil Corona derzeit keine Bürgerwerkstatt zulässt, sind die Ergebnisse der Befragungen von Gemeinderat und Bürgern jetzt im Internet veröffentlicht. Was drinsteht.

Mutlangen

Der Prozess ist im vollen Gang. Auch, wenn Corona derzeit keine Bürgerwerkstatt erlaubt, sind Mutlangerinnen und Mutlanger eingebunden in die Gestaltung der Gemeinde. Sie konnten online ihre Meinung abgeben zu den Entwicklungsschwerpunkten, die der Gemeinderat in einer Befragung und in seiner Klausur zu den Zukunftsthemen im Ort gemacht hat. Einen Zwischenbericht hat die Wüstenrot-Projektgesellschaft jetzt veröffentlicht. Er offenbart interessante Ergebnisse.

Das am meisten diskutierte Thema ist demnach der Verkehr. Besonders die Bürger wünschen sich dringend ein allgemeines Konzept und interessanterweise haben beim Gemeinderat und bei den Mutlangern die fehlenden Fuß- und Radwegeverbindungen hohe Priorität. Gewünscht sind zudem Kiss+Ride-Parkplätze an Betreuungseinrichtungen und Schulen. Die Vorschläge gehen bis hin zu radikalen Änderungen wie etwa beruhigte Zonen.

Zweiter Schwerpunkt: die bauliche Entwicklung und das Wohnen. Deutlich wird, dass die Schwerpunkte der befragten Gruppen ähnlich sind. Wobei Mietwohnungen und barrierefreie Wohnungen, aber auch betreutes Wohnen oder Mehrgenerationenhäuser für den Gemeinderat einen noch höheren Stellenwert haben als für die Mehrheit der 254 Bürgerinnen und Bürger, die an der Befragung teilgenommen haben. Übereinstimmend sind Bürger und Gremium der Meinung, dass Wohnraumschaffung durch Aufstockung, Anbauten sowie den Ausbau von Dachgeschossen eine hohe Priorität hat, ebenso die Innenentwicklung des Orts durch Reaktivierung von Gebäuden und Schließung von Baulücken.

Bei den Themenfeldern Demografie, Soziales und Kultur werden Maßnahmen thematisiert wie die Einrichtung eines Seniorenbüros, einer Anlaufstelle für die Jugend, die vermehrte Themenarbeit in Projektgruppen, aber auch die Stärkung des Zusammenhalts durch Gemeinschaftsbüros, Nachbarschaftshilfe oder Such-Biete-Börsen. Beim Kultur-, Sport- und Freizeitangebot wüschen sich die Mutlanger eine bessere Präsentation, mehr Konzerte und Kabarett, aber auch einen Trimm-dich-Pfad.

Nachdrücklich haben sich die Bürger für mehr Grünflächen in der Gemeinde sowie die Aufwertung der vorhandenen Grünflächen ausgesprochen. Auch Beratung und Förderung im Energie- und Umweltbereich sind ihnen wichtig.

In Sachen Digitalisierung steht der Ausbau der Mutlangen-App an erster Stelle. Gewünscht sind zudem digitale Behördendienste.

Einzelhandel und medizinische Versorgung, beides sind nach Ansicht aller die Pluspunkte in der Gemeinde. Ansässige Firmen sollen durch Beratung und Aufträge der Gemeinde unterstützt und im Ort gehalten werden. Neue durch Begleitung bei der Standortsuche geworben werden, um das Angebot im Ort zu ergänzen.

Die Gemeinde plant nun eine Bürgerwerkstatt, in der die Umfragethemen vertieft, ergänzt und durch die Einbeziehung von noch mehr Mutlangern auf eine breitere Basis gestellt werden. Die Wüstenrot-Projektgruppe, die das Gemeindeentwicklungskonzept fachlich begleitet und die Ergebnisse aufbereitet hat, hofft, dass 2021 eine solche Bürgerwerkstatt möglich ist.

Noch mehr Umfrageergebnisse sind zu finden unter: https://www.stadtentwicklungsmanager-im-dialog.de/dialoge/mutlangen- gemeinde-mit-weitblick#uip-1

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