Wieder ein Juwel in der Gewässerkette

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Der Blick auf den Stahlweiher mit Birkenweiher, Altweiher, Moorweiher, Eisenweiher im Hintergrund macht deutlich, warum die Einheimischen die Region auch als "die Seestaaten" bezeichnen.

Die Sanierung des Stahlweihers ist abgeschlossen – was alles unternommen wurde, um das vom Fischereiverein Untergröningen für 25 Jahre gepachtete Gewässer wieder ins Lot zu bringen.

Abtsgmünd

Der Stahlweiher bei Pommertsweiler wird von der Bühler durchflossen, die in Lutstrut in einer kleinen Quelle entspringt. Er ist der in Fließrichtung letzte Weiher einer längeren Gewässerkette mit Birkenweiher, Altweiher, Moorweiher, Eisenweiher und Stahlweiher. Im Volksmund bildet dieser ganze Bereich deshalb die sogenannten "Seestaaten".

Nach der umfangreichen Entlandung und Dammsanierung ist der gemeindeeigene Stahlweiher nun wieder komplett eingestaut. Bei den Baumaßnahmen wurde der Weiher entschlammt, so dass er in sein ursprüngliches Stauvolumen mit 71 500 Kubikmetern zurückversetzt werden konnte. Die Umsetzung dieser großen Weihervariante mit einer Wasserfläche von 4,7 Hektar hat positive Auswirkungen auf die Umwelt und das Naherholungsgebiet – und sie sieht einfach wunderschön aus.

Ökologisch habe der Stahlweiher nun so gute Voraussetzungen wie noch nie, findet Bürgermeister Armin Kiemel. Durch die großzügige Entlandung wurde das Stillgewässer deutlich tiefer. Die Wasserqualität werde zunehmen, da die Erwärmung im Sommer nun erheblich geringer ausfallen werde.

Die Wasserqualität wird noch besser werden.

Armin Kiemel Bürgermeister

Am östlichen Bühlereinlauf entstand zudem ein überschwemmter, ökologisch sensibler Bereich, der eine neue Heimat für die Tier- und Pflanzenwelt bietet. Neue Fußwege entlang des Gewässers enden rechtzeitig vorher, damit sich Flora und Fauna hier ungehindert entwickeln können.

Für die weitere Hege des Gewässers ist der Fischereiverein Untergröningen zuständig. Bereits während der Sanierung hat der Verein, der den Stahlweiher auf 25 Jahre pachtet Arbeitsleistung und Geld investiert.

Die Gesamtkosten der umfangreichen Weihersanierung beliefen sich auf über 600 000 Euro. Die Gemeinde Abtsgmünd erhält für die ökologische Aufwertung des Gewässers einen Zuschuss von der Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg in Höhe von rund 225 000 Euro.

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