Wieder kein Pferdemarkt in Gaildorf

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Nach dem Kalten Markt in Ellwangen trifft es jetzt auch das größte Volksfest im Limpurger Land. Alles Abwarten hat nichts geholfen. Stadt verfügt die komplette Absage.

Gaildorf

Die Stadtverwaltung hat wirklich bis zum Schluss gewartet“, erzählt Horst Klunzinger, der Vorsitzende des Pferdezuchtvereins Schwäbischer Wald. Doch jetzt ist leider traurige Gewissheit, was viele schon geahnt haben: Der Gaildorfer Pferdemarkt, auch gerne als größtes Volksfest im Limpurger Land beschrieben, ist komplett abgesagt.

Für die Tausenden, die aus der Region immer gerne am zweiten Montag im Februar nach Gaildorf geströmt waren, heißt das: kein (Fastnets)Umzug, kein Krämermarkt, keine Konzerte, keine Pferdeprämierung, kein Kutschenwettbewerb und kein Holzrücken in den Kocherwiesen. Für die Pferdezüchter und -besitzer heißt es, dass sie ihre Tiere schon im zweiten Jahr hintereinander nicht der Öffentlichkeit präsentieren können, sonntags kein Schauprogramm reiten dürfen und sie sogar auf den Fachvortrag über Fütterung verzichten müssen, der am Freitagabend mit Professor Winter von der Hochschule Nürtingen hätte sein sollen. „Das ist schon sehr, sehr schade“, findet Horst Klunzinger - auch, wenn der Verein Verständnis habe für die bekannten Gründe, die zur Absage führen.

Nach der Absage des Kalten Markts in Ellwangen sowie allen anderen Präsentationen bislang hoffen die Pferdezüchter nun, dass wenigstens der Gmünder Pferdetag im März über die Bühne gehen kann, erzählt Horst Klunzinger - wohl wissend, dass das nach dem Motto geht: Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Am 14. Februar wäre es übrigens der 85. Gaildorfer Pferdemarkt gewesen. Seit 1928 gibt es diese Tradition. Abgesagt werden musst er neunmal: 1938 und 1939 wegen Maul- und Klauenseuche, 1944 bis 1948 wegen des Zweiten Weltkriegs und der Folgen, 1991 wegen des Golfkriegs, 2021 wegen Corona. Im Jahr 1941 war nur ein Fohlenmarkt.

Noch hoffen wir auf den Gmünder Pferdetag.“

Horst Klunzinger,, Vorsitzender Pferdezuchtverein
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Wo Pferde sind, ist Publikum: Schulklassen, Kinder und Erwachsene die den Umzug, das Holzrücken oder Fahren bestaunen.

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