Wo in Eschach Kreativität Trumpf ist

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Seit zehn Jahren leiten Claudia Haag (li.) und Tanja Ranzinger die Kernzeitbetreuung an der Eschacher Grundschule. Bürgermeister Jochen König dankt für den Einsatz mit einem Präsent.
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Seit zehn Jahren kümmern sich Claudia Haag und Tanja Ranzinger um die Kernzeitbetreuung.

Eschach. Seit zehn Jahren kümmern sich Claudia Haag und Tanja Ranzinger darum, dass Schulkinder in Eschach auch vor und nach dem Unterricht kreativ und abwechslungsreich betreut werden. Bürgermeister Jochen König nutzte das kleine Jubiläum, um sich bei den beiden Betreuerinnen mit einem kleinen Präsent herzlich zu bedanken.

Bedarf ist da

„Bei ihnen sind die Kinder gut aufgehoben“, beschrieb er. Das Angebot startete vor zehn Jahren mit der Kernzeitbetreuung an der Grundschule von sieben bis 8.30 Uhr und von zwölf bis 13.30 Uhr und wurde schließlich zur Ganztagsbetreuung bis 16.30 Uhr ausgebaut. Man war sich einig, dass eine Mindestzahl an Sprösslingen das Angebot annehmen muss, damit es sich überhaupt rechnet. „Wenn die beiden Betreuerinnen mit zwei Kindern dasitzen würden, gäbe es keinen Sinn“, erläutert König.

Doch die Praxis zeigte schnell, dass der Bedarf an dieser Kernzeitbetreuung bei viel mehr Eltern vorhanden ist. In Sachen Vereinbarkeit Familie und Beruf. „Da können die Mamas dann auch wirklich halbtags wieder zur Arbeit gehen“, so Claudia Haag. So wissen sie, dass das Kind in guten Händen ist. Also ab sieben Uhr durch die Kernzeitbetreuung, dann im Grundschul-Unterricht und danach wieder in der Betreuung bis mindestens 13.30 Uhr. Auch ein Mittagessen ist im Angebot. Und danach geht es seit einigen Jahren wiederum bis 16.30 Uhr. Wichtig für die Eltern ist, dass die Stundenzahl der Betreuung flexibel genutzt werden kann.

Was alles in dieser Zeit gemeinsam unternommen wird? Viel. Denn zum einen haben die Kinder die Gelegenheit, im großzügigen Außenbereich zu spielen, zum anderen wird gebastelt, Hausaufgaben gemacht und gespielt. Je nach Geschmack. Die unterschiedlichen Bilder und Basteleien an den Wänden zeugen von viel Kreativität. Da schweben etwa kleine Fledermäuse, grüßen kunterbunte Bilder und vieles mehr. Je nach Jahreszeiten werden Themen aufgegriffen, Tontöpfe gemalt oder mit Yton-Steinen gebastelt. Die Betreuerinnen sind beide Mütter und wissen um die Bedürfnisse der Sprösslinge. „Es ist wichtig, dass die Kinder nicht lange vor dem Fernseher oder dem Computer sitzen“, beschreibt Bürgermeister König. Und verweist dankbar darauf, dass das Betreuerduo seit der ersten Stunde der Kernzeitbetreuung für die Kinder bereitsteht. „Das spricht für sich“, betont König. Und auch die Anzahl der Kinder, die diese Betreuung nutzen, spricht für sich. Im Schnitt werden zwölf bis 15 Sprösslinge betreut. Die Nachfrage ist groß.

In der Nachbarschaft der Grundschule entsteht gerade der neue Kindergarten für 4,5 Millionen Euro. Ein Indiz dafür, dass die Betreuung in Eschach großgeschrieben wird. Es entstehen sechs Gruppen, und die Innenwände stehen bereits. Bis zum Start des Kindergartenjahrs 2022 soll das Gebäude bezugsfertig sein, informiert Jochen König.

Bis zum Winter dicht

Auch die Grundschüler profitieren dann von der neuen Einrichtung, wird doch die neu konzipierte Mensa darin auch das Mittagessen für die Schüler bereithalten. Momentan wird das Essen in die Schule angeliefert. Nur wenige Meter müssen dann von der Grundschule bis zum Kindergarten zurückgelegt werden. Es wird der kostenintensivste Neubau der vergangenen Jahre in Eschach. Mitte Oktober wird die Außenhülle aus Holz durch Zimmerleute gefertigt, „bis zum Winter soll der Bau dicht sein“, erklärt König. Die Innenwände aus Beton stehen bereits. Dann kann mit dem Innenausbau gestartet werden.

Anja Jantschik

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