Abschluss einer komplexen Baustelle

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Über das nun absehbare Ende der Sanierungsarbeiten an der Treppe hinauf zum Kirchberg freuen sich die Beteiligten, eine Spende über 16 000 Euro gibt's dafür vom Förderverein St. Laurentius.
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Die Treppenanlage, die zum Waldstetter Kirchberg hinaufführt, wird saniert. Die neue Stützmauer steht bereits.

Waldstetten

Endlich ist das Material da und es kann weitergehen. Die Firma Martin Mager saniert die komplette Treppenanlage, die zur Waldstetter katholischen Kirche St. Laurentius hinaufführt. „Gott sei Dank kann nun an dieser Geschichte der letzte, wesentliche Schritt gemacht werden“, blickt Pfarrer Dr. Horst Walter auf die Vorgeschichte der Baustelle. Und die könnte komplexer kaum sein. „Aber das wird jetzt der krönende Abschluss“, freut er sich.

Was mit „komplex“ gemeint ist, erläuterte Kirchenpflegerin Michaela Krizanovic. Die Geschichte der Sanierung am Kirchberg hatte ihren Anfang im Frühjahr 2019. „Wir wollten den oberen Bereich der Treppenanlage sanieren, der untere Bereich war noch in Ordnung.“ Mit einer Bausumme von 30 000 Euro war damals gerechnet worden. Der Baubeschluss erfolgte, und mit diesem der Auftrag an die Waldstetter Firma Mager. Allerdings barg die folgende Baubegehung eine böse Überraschung: Die Stützmauer zeigte starke Auswölbungen. So musste Architekt Jürgen Rapp einen Statiker hinzuziehen. Aufwändige Untersuchungen folgten. Zwischenzeitlich gab es sogar eine Stützung der Stützmauer. Und der Zustand verschlechterte sich weiter, so die Kirchenpflegerin. „Die Standsicherheit war nicht mehr gegeben.“ Das Denkmalamt prüfte, schließlich steht die Mauer unter Denkmalschutz. „Das war langwierig“, sagt Krizanovic.

Schließlich war klar, dass vor der Treppe die Mauer an der Reihe ist. Denn die Prüfungen hatten ergeben, dass diese kein Fundament hat. Was eine äußerst prekäre Situation darstellt, zumal die Mauer am Hang des Kirchbergs liegt.

Komplett neue Mauer

Der Fußweg wurde sogleich gesperrt. Im Sommer 2020 erfolgte der Start für die Sanierung der Mauer. Wobei diese komplett neu errichtet werden musste. Mit der Vorgabe des Denkmalamts, dass möglichst viele Steine der alten Mauer in die neue eingearbeitet werden, wie die Waldstetter Ortsbaumeisterin Maren Zengerle anfügt. „Die Mauer war ein großer Brocken mit 200 000 Euro“, erklärt Pfarrer Dr. Walter.

Bis Ende vergangenen Jahres konnte die neue Mauer schließlich erstellt werden. Doch diese Arbeiten erforderten massive Eingriffe in den Hang. Am Ende blieb auch der untere Bereich der Treppenanlage nicht unbeschadet. So war schließlich klar, dass die komplette Treppenanlage erneuert werden muss. Diese Arbeiten sollen nun erledigt werden. Anfängliche Lieferschwierigkeiten beim Material gehören nun der Vergangenheit an. Bis Ende März möchte man fertig sein – sofern die Witterung dies zulässt, wie Martin Mager ankündigt. „Das Osterfeuer möchten wir von unten sehen“, bekräftigt Pfarrer Dr. Horst Walter.

Förderverein spendet 16 000 Euro

Unterm Strich bedeutet die komplette Baumaßnahme, dass 330 000 Euro geschultert werden müssen. Die Hälfte davon übernimmt die bürgerliche Gemeinde, weil die Treppenanlage stark von der Bürgerschaft frequentiert wird, denn sie führt auch zu den bürgerlichen Gebäuden am Kirchberg, wie Maren Zengerle beschreibt. Eine Spende des Fördervereins St. Laurentius über 16 000 Euro gab es nun obendrauf, überreicht vom Vorsitzenden Tilman John. „Ein ganz herzliches 'Vergelt’s Gott'“, freut sich Pfarrer Dr. Walter über den Schulterschluss mit der bürgerlichen Gemeinde, die große Zuwendung des Fördervereins und die enge Zusammenarbeit mit der Waldstetter Verwaltung und der Ortsbaumeisterin. „Wir sind für diese Maßnahme Seite an Seite gegangen.“

Die Mauer war ein großer Brocken.“

Dr. Horst Walter, Pfarrer

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