Die Querungshilfe für die Ortsdurchfahrt kommt

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Die Sitzung des Ortschaftsrats Wißgoldingen begann mit einem Ortstermin auf dem Friedhof. Hier sollen weitere Urnenstelen installiert werden.
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Wißgoldingen befasst sich mit Urnenstelen, weißen Flecken und dem Bau einer Verkehrsinsel.

Waldstetten-Wißgoldingen. Die, vom Wißgoldinger Ortschaftsrat und der Bürgerschaft, lange gewünschte Querungshilfe in der Ortsdurchfahrt soll verwirklicht werden. Diese Einführung von Ortsvorsteherin Monika Schneider sorgte am Dienstag auf der Sitzung für zufriedene Gesichter. Bei einer Verkehrsschau im September habe auch das Regierungspräsidium Stuttgart eine Querungshilfe als „sicherste Maßnahme“ bewertet.

Den Planentwurf für das Bauwerk präsentierte Planer Thomas Straub (VTG Straub). Die Fahrbahn mit ihrer „epischen“ Breite werde durch eine Querungshilfe in der Straßenmitte getrennt, für die Fußgänger ist eine Fläche von 2,50 Metern Breite in der Mitte vorgesehen, die Beleuchtung wird entsprechend angepasst, um die Insel „deutlich sichtbar“ zu machen. Für Seh- und Gehbehinderte werden entsprechende Maßnahmen ergriffen, um eine Barrierefreiheit zu erzielen. Die Kostenschätzung beläuft sich auf 280 000 Euro, wobei eine Kostenteilung zwischen Land und Gemeinde Waldstetten ausgemacht wurde, erklärte der Waldstetter Bürgermeister Michael Rembold. Im Frühjahr soll mit den Arbeiten begonnen werden. Dafür werde eine einspurige Teilsperrung der Straße von Norden nach Süden erforderlich, meinte der Planer.

Zur Beseitigung der „weißen Flecken“, der Breitbandausbau im ländlichen Raum mit geringer Geschwindigkeit wurden Förderanträge gestellt und bewilligt, konnte Schneider bekannt geben. Die geschätzten rund vier Millionen Euro seien zu 90 Prozent förderfähig. Wichtig sei laut der Ortsvorsteherin, dass auch die Außengehöfte des Ortes mit schnellem Internet versorgt werden. Die Maßnahmen sollen bereits am 26. September erfolgen, informierte Benedikt Traa vom Ortsbauamt. Begonnen werde entlang „der Vorstadt“, von dort aus erfolgen die weiteren Maßnahmen beidseitig. Die Hausanschlüsse seien für Anlieger kostenlos, merkte Bürgermeister Rembold an. Dies gelte auch für Anlieger, deren Anschluss nicht förderfähig sei. Man wolle aber alle Bürger gleich behandeln, dafür lege die Gemeinde weitere rund 25 000 Euro drauf.

Das Bestreben zur Bebauung des Löwen-Areals für Wißgoldinger Bürger in Bürgerbeteiligung wird durch das Förderprogramm „Quartiersimpulse“ nachhaltig unterstützt. Die Gemeinde Waldstetten habe sich im Vorfeld um das Löwen-Areal bemüht und sei mit dem Kauf und dem Abriss der Gebäude finanziell in Vorleistung gegangen, informierte die Ortsvorsteherin. Jetzt soll hier ein Wohnprojekt für Senioren und Familien gestaltet werden. Inzwischen gebe es eine Interessengruppe, die sich bei dem Bauprojekt als Bauherren einbringen möchten. Aktuell sollen durch Flyer und die direkte Ansprache Bürger, gerne auch Senioren, für das Projekt geworben werden.

Zur Sitzung gehörte auch ein Ortstermin auf dem Friedhof. Hier will die Gemeinde weitere Urnenstelen installieren. Auf den zwei Feldern mit Urnengräbern seien von 86 Ruhestätten noch 17 Stätten frei. In den bereits vorhandenen Stelen stehen von 32 Kammern noch sechs Kammern zur Verfügung. Die beiden Baumurnenfelder seien noch nicht belegt, stehen aber seit Jahresbeginn für Bestattungen zur Verfügung.

Der Idee von Volker Pitzal, die Stelen sollen „thematisch“ beieinander bleiben, folgte das Gremium einstimmig, der Platz mit den vorhandenen Urnenstelen soll um zwei weitere Stelen mit gesamt acht Kammern erweitert werden. Wichtig war es dem Gremium, den Kreis der Urnenstelen nicht zu schließen, um einer Trauergemeinschaft ungehinderte Zugang zu gewährleisten. ⋌Andrea Rohrbach

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