Zum Tode von

Dr. Karl Setzen

Waldstetten/Gmünd. Dr. Karl Setzen hat als Gründungsmitglied und als Rektor die Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd geprägt und sich unter anderem kommunalpolitisch in seinem Wohnort Waldstetten engagiert. Am 1. August ist er - wenige Wochen vor seinem 86. Geburtstag - verstorben.

Setzen war von 1974 bis 1976 und von 1994 bis 1998 Rektor der Pädagogischen Hochschule (PH). Der Aufbau der „Schule auf dem Hardt“, wie die PH damals genannt wurde, in Oberbettringen kennzeichnete seine erste Amtsperiode. Bis 1972 war die Hochschule in der Stadt am heutigen Standort des Seminars für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte. Setzen war es gelungen, das Studienangebot zu erweitern, so kam 1975 neben dem Lehramtsstudium der Diplom-Studiengang Schulpädagogik zum Lehrangebot. Während Setzens zweiter Amtszeit erhielt die PH 1997 das Habilitationsrecht in Kooperation mit den Universitäten Ulm und Tübingen. Setzen war auch an der Einrichtung der Seniorenhochschule beteiligt.

Geboren wurde Setzen 1936 in Aachen. Nach dem Abitur absolvierte er die Ausbildung zum Volksschullehrer, studierte in Hamburg und Münster Soziologie, Geschichte, Pädagogik und Publizistik. Der Professor für Soziologie promovierte 1965. Für seine Arbeit an der PH kam er 1970 nach Gmünd, 1971 zog er mit seiner Frau und den beiden Söhnen nach Waldstetten um.

Von großer Bedeutung war für Setzen sein politisches Engagement. So suchte er in Waldstetten Mitstreiter für eine Unabhängige Bürgerliche Liste (UB), für deren Werte er viele Jahre als Mitglied des Waldstetter Gemeinderats einstand. Außerdem war er Mitglied der Grünen im Kreistag. Darüber hinaus engagierte Setzen sich viele Jahre in der Friedensbewegung. ⋌an

Zurück zur Übersicht: Stuifen

Kommentare