Ein Fahrzeug für alle Zwecke

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Markus Grohmann-Wagener vom Waldstetter Bauhofteam am 17 Jahre alten Radlader, der die Mitarbeiter bereits viele Stunden Wartungs- und Reparaturarbeiten gekostet hat.
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Waldstetten

Leicht gemacht haben sich Waldstetter Bauhofteam, Gemeinderat und Verwaltung die Entscheidung für einen neuen Radlader nicht, schließlich geht's um eine Ausgabe im sechsstelligen Bereich. Erst hat sich der Bau- und Umweltausschuss das 17 Jahre alte Fahrzeug im Bauhof angeschaut. Und hat zugehört, als das Bauhofteam von 382 Arbeitsstunden für Wartung und Reparaturen für rund 30 000 Euro erzählte. Und von weiteren Mängeln, die hohe Reparaturkosten nach sich ziehen würden. Der Ausschuss riet, sich über ein bereits vorliegendes hinaus weitere Angebote einzuholen und gegebenenfalls die Fahrzeuge zu testen. So konnte der stellvertretende Bauhofleiter Christian Horan am Donnerstag in der Gemeinderatssitzung, die angesichts der hohen Inzidenzwerte als Videokonferenz lief, überzeugend für den Favoriten seines Teams argumentieren, der aktuell zur Probe im Einsatz ist.

Feinfühlig zu fahren, aber robust

Rund 106 802 Euro kostet der neue Radlader, ein Vorführgerät. 17 850 Euro werden als Restwert für den alten vergütet. „Der Preis ist nochmal nach unten gegangen“, weil die verschiedenen Anbaugeräte, die für den alten Radlader angeschafft wurden, für den neuen umgeschweißt und weiterverwendet werden können. Denn als wichtiges Kriterium für die Anschaffung hatte Ortsbaumeisterin Maren Zengerle angeführt, „dass wir mit dem neuen Radlader das machen können, was der alte konnte“. So sei „ein K. o.-Kriterium“ für einige der Geräte in der engeren Wahl gewesen, dass sie keine Grabkammern öffnen können. Das nun auch einstimmig vom Gemeinderat befürwortete kann dies und „ist feinfühlig zu fahren, aber robust“, fasste Horan zusammen. Was an Kosten in jedem Fall dazukommt: rund 16 000 Euro für einen neuen Mannkorb. Die Entscheidung sei „sehr verantwortungsbewusst gefallen“, lobte Hans-Josef Miller (CDU) das Bauhofteam. Martin Mager (FWV) kam ebenfalls zu dem Schluss: gutes Prozedere, gute Entscheidung.

Verwaltung in Kisten

Zufrieden war das Gremium auch mit den Kosten für die Außenanlage am neuen Interimsrathaus, denn das günstigste Angebot für diese Arbeiten fällt 24 000 Euro günstiger aus, als vom Architekten veranschlagt. Für rund 149 850 Euro sollen unter anderem 14 Parkplätze, eine Garage, zwei Bäume und eine Pflanzinsel, eine Grünfläche hinterm Haus sowie Mauern zu den Nachbarn angelegt werden, erklärte Ortsbaumeisterin Zengerle. Franz Herkommer (CDU) fand es erfreulich, „dass wir so im Kostenrahmen liegen“, denn das gilt, wie Bürgermeister Michael Rembold zuvor erwähnt hatte, für das gesamte Projekt.

Bereits zuvor hatte der Bau- und Umweltschuss einstimmig der Vergabe für den Umzug des Rathausinventars im Sommer an eine entsprechende Firma zugestimmt. „Der Umzug soll im Laufe einer Woche komplett über die Bühne gehen“, sagte Bürgermeister Rembold. Die Verwaltungsmitarbeiter sollen zuvor Kisten packen. Diese und das Mobiliar transportiert das Unternehmen dann zum Interimsrathaus. Kosten für die etwa 303 Kubikmeter umzuziehende Verwaltung: rund 28 826 Euro.

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