Ein Gebäude, das mitwachsen kann

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So soll der neue Kindergarten in Waldstetten aussehen.
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Das Architekturbüro Klaiber + Oettle siegt mit seinem Vorschlag für einen neuen Kindergarten in Waldstetten. Die Realisierung ist in mehreren Bauabschnitten geplant.

Waldstetten-Wißgoldingen

In der Kaiserberghalle hatten sich einige Zuhörer eingefunden, um die Gemeinderatssitzung von Waldstetten persönlich zu verfolgen. Gespannt wurde unter anderem der Punkt verfolgt, der sich um den Neubau des Kindergartens in Waldstetten drehte. Bürgermeister Michael Rembold informierte darüber, dass fünf Architekturbüros aus der Region dazu aufgefordert waren, einen Planungsvorschlag für das neue Betreuungsgebäude inklusive der Außenanlagen vorzulegen.

Am vergangenen Donnerstag traf sich schließlich die Bewertungskommission, der auch einige Gemeinderäte angehörte. „Es war ein richtig toller Wettbewerb und es kamen völlig unterschiedliche Vorschläge“, schilderte der Bürgermeister. Am Schluss sei klar gewesen, dass das Büro Klaiber + Oettle sich mit seinem Entwurf „spürbar abgehoben hat von den anderen“. Und daher als Sieger hervorgegangen ist. Allerdings, so räumte Rembold dankbar ein, seien alle Entwürfe „toll gewesen“. Doch das Architekturbüro Klaiber + Oettle habe schon in diesem Vorentwurf „ganz viele Dinge benannt“.

Architekt Martin Oettle präsentierte schließlich die Planung, die ein eingeschossiges Gebäude an der Rosensteinstraße mit Ausrichtung nach Norden, wie bereits die Grundschule, vorsieht. Die Tatsache, dass es sich um eine Fläche zwischen der Gemeinschaftsschule und dem Schulsportplatz handelt, bezeichnete er als „Ergänzung“ und „keinerlei Störung in dem Beziehungsgeflecht“.

Was den Bau ausmacht? „Kurze Wege, klare Strukturen und Übersichtlichkeit. Was laut Oettle, Wirtschaftlichkeit und ein schnelles Bauen garantiere. Der Clou an der Planung: Das Gebäude wächst mit dem Bedarf an Betreuungsplätzen. Was bedeutet, dass der Bau in mehrere Bauabschnitte unterteilt wird. Zuerst soll ein Gebäude mit Kommunikationsflächen, Sanitärbereichen und zwei Gruppenräumen inklusive Nebenräumen entstehen. In dem einen Gruppenraum sollen über Dreijährige, in dem anderen Kleinkinder in einer Krippe betreut werden. Bürgermeister Michael Rembold hatte vorab daran erinnert, dass, wenn die Notgruppen in Sankt Barbara aufgelöst werden, 42 Kinder einen Betreuungsplatz brauchen - sofern tatsächlich alle Plätze dann auch genutzt werden.

Sollte sich herausstellen, dass der Bedarf an Betreuungsplätzen weiter ansteigt, kann der neue Kindergarten dann problemlos erweitert werden. Es würden dann weitere Bauabschnitte mit weiteren Gruppenräumen quasi nahtlos angedockt werden. Der Planer erläuterte, dass die Bauabschnitte dann „puzzleartig“ verknüpft werden. „Auch der Garten kann problemlos mitwachsen“, beschrieb Architekt Martin Oettle.

Nun Gespräche mit Anliegern

Parken soll direkt am Sportplatzmöglich sein, so dass „die Kinder weg von der Straße sind“, so Oettle. Optional könne auch.sofern gewünscht, ein Mehrzweckraum angebaut werden. „Wir waren begeistert“, schilderte der Bürgermeister die Emotionen der Bewertungskommission. Auch die Gemeinderäte zeigten sich in der Sitzung angetan. Was die Abstimmung zeigte: Einstimmig erging der Planungsauftrag für den neuen Kindergarten, der bis September 2022 stehen soll, an Klaiber + Oettle.

„Wir freuen uns auf den Weg mit diesem Architekturbüro“, sagte Rembold. Und kündigte an, dass nun der nächste Schritt sei, mit den Anliegern ins Gespräch zu kommen. Hierbei spiele das Thema Verkehr und Parken eine große Rolle.

Der Entwurf hat sich spürbar abgehoben von den anderen.“

Michael Rembold

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