Verbindende Ideen für die jüngsten Wißgoldinger

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Mit der Osterhasenaktion hat die Aktionsgruppe Kinder im Wißgoldinger Quartiersprojekt gleich meherere Fliegen mit einer Klappe geschlagen: eine schöne Aktion für Kinder und Familien auf die Beine gestellt, außerdem mit einem Stand ihre und die Arbeit des Dorfvereins publik gemacht.
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Wie die Aktionsgruppe Kinder entstand und warum ein Reigschmeckter hier genau richtig ist.

Waldstetten-Wißgodingen. Kinder und Jugendliche, das sind komplett unterschiedliche Interessen. Zu dieser Erkenntnis sind die Macher im Wißgoldinger Quartiersprojekt „Wir leben Dorfgemeinschaft“ ganz schnell gelangt, als es darum ging, konkrete Aktionen für die Zielgruppe zu planen. So sind aus der ursprünglich einen Aktionsgruppe zwei hervorgegangen, eine für die Interessen der Jugend, eine für die der Kinder.

Für die letztere hat sich Markus Pedal „auf Zuruf“ dazu bereiterklärt, den Job des Kümmerers zu übernehmen. Und erfüllt damit zugleich ein wichtiges Kriterium des Gesamtprojekts: „Ich bin der klassische Reigschmeckte“, sagt er. Insbesondere auch die sollen mit dem Quartiersprojekt „Wir leben Dorfgemeinschaft“ animiert werden, sich einzubringen und Anschluss ans Dorfleben zu finden, hat Magdalene Rupp, die den Prozess als Quartiersmanagerin professionell begleitet, als ein Ziel des Ganzen formuliert.

Das Thema setzt sich in der Aktionsgruppe Kinder fort, denn Gemeinschaftsgefühl zu erzeugen, sei auch hier ein wichtiger Aspekt der Aktivitäten, sagt Pedal. Etwa, wenn es darum geht, wie man einen Spielplatz schöner machen kann, gehe es auch darum, wie sich die Kinder einbeziehen lassen.

Wobei Markus Pedal, der vor sieben Jahren nach Wißgoldingen gezogen ist, durchaus bereits ein Ehrenamt innehatte: Er ist – als Vater eines fünfjährigen und eines eineinhalbjährigen Kindes - seit einem Jahr Elternbeirat im Kindergarten und wurde von Mitgliedern des Dorfvereins gefragt, ob er mitmachen möchte beim Quartiersprojekt.

Mehrere Fliegen mit einer Klappe

Ein gewisser Druck bestehe dabei durchaus, sagt Pedal, schließlich werde Gemeinschaft in Wißgoldingen sehr gut vorgelebt. Andererseits seien regelmäßige Treffen der Aktionsgruppe durchaus wichtig, „sonst schläft’s ein“. Mit ihrem ersten Projekt habe diese gleich „mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen“. Beim Osterhasenlauf um den Stuifen im Frühjahr konnten Kinder hölzerne Hasenfiguren sammeln und sie gegen kleine Geschenke eintauschen. Sie und ihre Familien hatten ihren Spaß und Mitglieder von Aktionsgruppe und Dorfverein waren bei der Geschenkeausgabe mit einem Stand präsent und konnten für sich werben.

Eine weitere Idee der rund fünf Gruppenmitglieder, die aus Zeitgründen von den Wochen vor den großen Ferien nun wohl in den Herbst verschoben wird: Sie möchten einen Wettbewerb ausrufen, aus dem ein Maskottchen für die Aktionsgruppe hervorgeht. Dieses könnte auf T-Shirts gedruckt werden. Und die könnten zum Einsatz bei einem weiteren Projekt kommen: Wenn Kinder und Jugendliche zusammen mit einem Coach aus den Reihen der Aktionsgruppe eine Kleinkunst-Bühnenshow erarbeiten, bei der wiederum die Kleinsten zuschauen könnten.

Einen Sport-Spiele-Tag auf dem Sportplatz mit Spielstationen, allen Geräten, die die Halle hergibt und einem Eiswagen, zählt Pedal als weiteres Ereignis auf. Um genügend Helfer zu bekommen, würde die Gruppe Wißgoldinger Eltern ansprechen. „Das funktioniert ganz toll“ zu konkreten Anlässen, ist Pedals Erfahrung. Damit erfüllt die Aktionsgruppe Kinder zugleich ein weiteres Ziel des Quartiersprojekts: die Vernetzung im Dorf voranzubringen und, immer wieder: Gemeinschaft zu fördern.

Stets dann, wenn die Aktionsgruppe ein „Festle“ mache und dabei Geld verdiene, etwa durch Kuchenverkauf, „wollen wir das aktiv einsetzen für die Kinder“, sagt Pedal. Das könne dann durchaus auch mal ein Eis auf dem Dorfmärktle sein. Schließlich entspricht das genauso dem großen Ziel der Aktionsgruppe, das Pedal so auf den Punkt bringt: „Wißgoldingen für die Kleinen schön gestalten.“ ⋌Anja Müller

Kontakt zu Kümmerern

Wer sich für die Aktionsgruppe Kinder und ihre Ideen interessiert oder sich einbringen möchte, erreicht den Kümmerer per E-Mail an: markus.pedal@googlemail.com .

Die Gmünder Tagespost stellt in lockerer Folge die Arbeit der sieben Aktionsgruppen im Wißgoldinger Projekt „Wir leben Dorfgemeinschaft“ vor. Wer an diesem Bürgerprojekt mitwirken möchte, kann sich für weitere Auskünfte bei Quartiersmanagerin Magdalene Rupp unter der Telefonnummer (07171) 40357 oder per E-Mail an: magdalene.rupp@haus-lindenhof.de melden.

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