Waldstetten: Die Abrissparty im alten Rathaus ist abgesagt

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Im Hof und im der Straße abgewandten Gebäudeteil des Rathauses hätte die Abrissparty steigen sollen - nun ist sie abgesagt.
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Jugendgemeinderat findet keine Zeit - Abrissunternehmen legt möglicherweise früher los.

Waldstetten. Es gibt keine Abrissparty im alten Waldstetter Rathaus, bevor der Bagger die Mauern niederreißt, das hat der Jugendgemeinderat kürzlich beschlossen. Es habe Terminunstimmigkeiten gegeben, sagt Ortsbaumeisterin Maren Zengerle. Die Corona-Pandemie habe es den Jugendlichen schwer gemacht, sich zusammenzufinden, habe sie aus deren Gremium erfahren. Vom Jugendgemeinderat war dazu keine Stellungnahme zu bekommen.

Keine Zeit für Planung

Zuletzt sei die Abrissparty zum Ende der Sommerferien im Hinterhof und im hinteren Teil des Gebäudes vorgesehen gewesen, sagt Ira Herkommer, die bei der Verwaltung zuständig ist für die Veranstaltungsorganisation. Allerdings hätten die Jugendbeiräte keine Zeit für die Planung gehabt, unter anderem seien sie mit der Verwirklichung eines anderen Jugendprojekts, der Grillstelle im Bronnforst, ziemlich eingebunden. In der Ferienzeit seien zudem viele verreist, „und wir hätten alle Jugendbeiräte zum Mitarbeiten gebraucht“. Und nach den Sommerferien, die am 11. September enden, ist es zu spät. Zum einen steht den Waldstettern zwei Wochen später mit dem Waldstetter Herbstfest schon ein anderes Großereignis ins Haus, sagt Ira Herkommer.

Zum anderen ist der Abriss des Rathauses für Anfang September vorgesehen. Und Zengerle „möchte nicht ausschließen, dass es zu Verschiebungen kommt – aber nach vorne“, denn die beauftragte Firma, die eigentlich am 5. September anrücken müsste, habe wohl bereits vorher Zeit. Nachdem die Abrissparty ausfällt, sei nun nur noch der Wagenbau der Wäschgölten im Rathaus. Und Abriss bedeutet nicht, dass gleich der schwere Bagger vor der Tür steht. Vielmehr werden Passanten davon zunächst nicht mehr bemerken, als einen großen Container. Denn zunächst müssen die Materialien im Gebäudeinnern ausgebaut werden. Belastete Materialien müssen ordnungsgemäß entsorgt werden, damit das recyclingfähige Material rein bleibt, erklärt Zengerle. Wobei „belastet“ etwa der Kleber im Linoleum aus dem Obergeschoss sei, der nun zutage komme, wenn der Bodenbelag herausgerissen wird. Dass es keine problematischen Stoffe im Haus gebe, haben bereits Probenentnahmen im Vorfeld ergeben, sagt die Ortsbaumeisterin.

Die Straße bleibt frei

Richtig zur Sache geht es „wohl Ende September, Anfang Oktober“, sagt Zengerle. Dann ist tatsächlich der Baggerführer dran. Der müsste es eigentlich schaffen, das Gebäude nach innen hin einzureißen, sagt die Ortsbaumeisterin. Das bedeute für die Verkehrsteilnehmer, dass lediglich der Gehweg entlang des Rathauses abgesperrt werden müsse, Autofahrer aber grundsätzlich – eventuell abgesehen von sehr kurzen Sperrungen - nicht mit Behinderungen rechnen müssen. ⋌Anja Müller

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